Eosphoros

Veröffentlichte Fanfics: Der letzte Mirdan Eregions

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1. Dein Penname?
Eosphoros oder auch Eos

2. Wie bist Du zu dem Namen gekommen?
Ich liebe Mythologie. Die griechische Götterwelt hat es mir besonders angetan. Naja, und als ich dann begann im Internet aktiv zu werden und ein Penname notwendig war, habe ich dann auf die alten Griechen zurück gegriffen. Da Eosphoros auch noch die lateinische Version vom Morgenstern ist und sich zu Eos, der Göttin der Morgenröte verkürzen ließ, war meine Wahl klar. Nein, letzteres war reiner Zufall. Aber ein netter.

3. Dein richtiger Name?
Mittlerweile Eos. Ich reagiere darauf. Real: Ricarda.

4. Dein Jahrgang? Stimmen deine Eigenschaften mit denen deines Sternzeichens überein?
Zu meinem Jahrgang schweig ich mich aus. Mein Sternzeichen ist Löwe und ja, es stimmt… zum Teil.

5. Seit wann schreibst Du Fanfictions und wie bist Du dazu gekommen?
Ich glaube, dass es der 22. Juni 2003 war, als ich mit dem Schreiben von Fanfictions begonnen habe. Ich weiß es nicht mehr auf den Tag genau. Durch Harry Potter bin ich dazugekommen. Als ich Teil 5 gelesen hatte, war ich so frustriert und enttäuscht, dass ich einfach nicht anders konnte und mit einer FF begonnen habe. Zu Tolkien-Fanfictions kam ich dann wie die Jungfrau zum Kind.

6. Woher nimmst Du Deine Inspiration?
Das ist unterschiedlich. Manchmal sind es Bilder, die ich betrachte und die meine Gedanken zum Reisen bringen. Dann sind es wieder hingeworfene Brocken, die die Ideen auslösen. Meistens sind es eigene Erfahrungen, die ich verarbeiten muss und dann als Inspiration herhalten. Zumindest für die Grundidee. Ab und an sind es auch Musikstücke, die meine Fantasie beflügeln. Auch Dinge, die ich in meinem Umfeld entdecke, wie verlassene Häuser oder umwucherte Bäume oder ein aufgewühlter See können die Inspiration bringen. Das ist alles schon vorgekommen. Shakespeare inspiriert mich auch immer wieder.

7. Wie sieht es um Dich herum aus, wenn Du schreibst? Brauchst Du dazu etwas Bestimmtes?
Hmmm, das ist schwierig zu sagen. Eine Zeitlang konnte ich nur mit Musik von Nightwish schreiben und wiederum eine Zeitlang ging es nur mit Irish Tapdance im Hintergrund.
Zur Zeit brauche ich nichts als akkustische Kulisse. Ich brauche nur eine Tasse Kaffee, vorzugsweise Cappuccino, oder eine Tasse heißer Schokolade. Das kommt aufs Genre an. Schololade für Romantik und Cappuccino für Temperament und für Trauriges – ohne Scherz – heißer Earl Grey ganz unenglisch mit Milch.

8. Welches Genre schreibst Du am liebsten?
Da habe ich keine Vorlieben, wenn ich ehrlich bin. Eine gesunde Mischung ist immer gut, denn das Leben besteht ja auch nicht nur aus Humor oder Romantik oder Tragik oder Dramatik. Es ist von allem etwas da, selbst wenn man in Trauer zerfließt, wird es nicht auf ewig anhalten. Für den Moment ja, aber nicht von Dauer.

9. Haben Deine Fanfic-Charaktere etwas mit Dir gemeinsam?
Einige ja. Ich glaube nicht, dass man einen Self-Insert komplett ausblenden kann. Wenn ich beginne, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, dann mache ich sie bereits zu einem Teil von mir. Ich überlege, wie sie in bestimmten Situation reagieren würden und ob diese Reaktionen plausibel wären. Sobald ich das entschieden habe, ist ein Teil von mir in der Figur. In der Arwen aus „Hier gibt es nichts für dich“ ist wohl am meisten von mir. Die Geschichte ist kurz nach dem Tod meiner Großmutter entstanden und ich musste es irgendwie verarbeiten, wenn ich nicht ersticken wollte.

10. Welche Deiner erfundenen Charaktere ist Dir am liebsten?
Puhhh, also das ist eine schwere Frage. Um diese zu beantworten, muss ich das Fandom verlassen. Ich denke, dass das Rea Lupin ist. Aus dem HP-Bereich.

11. Hast Du Deinen Charakteren mal etwas Schlimmes angetan? Wenn ja, was war das Schlimmste?
Ich habe einen meiner Charaktere von einem Werwolf zerfleischen lassen. Der Werwolf war auch noch der Bruder des Opfers. Ich war danach ziemlich niedergeschlagen, denn mein Problem ist nach wie vor, dass ich es kaum über mich bringe, Charaktere, an denen mir sehr viel liegt, umzubringen.

12. Was ist für Dich ein Tabu-Thema beim Schreiben von Fanfictions?
Kannibalismus, Pädophilie, Inzest – letzteres toleriere ich und würde es sogar schreiben, wenn ich über eine Kultur schreiben würde, in der es normal oder sogar notwendig ist, endogam zu heiraten oder so für den Nachwuchs zu zeugen.

13. Was darf Deiner Meinung nach bei einer Fanfiction auf gar keinen Fall fehlen?
Recherche. Ich hasse es, wenn der Autor nicht weiß, worüber es schreibt. Es sollte schon ein fundiertes Wissen vorhanden sein. Was nicht heißt, dass er oder sie Experte auf dem Gebiet zu sein hat, um Gottes Willen, nein. Doch er oder sie sollte zumindest wissen, wie die Charaktere heißen und wo sie wohnen. Schreibfehler in den Gebieten sind einfach vermeidbar.
Was definitiv nicht fehlen darf, sind Fehler und Komplikationen. Den Akteuren sollte nicht alles in den Schoß fallen. Sie brauchen Schwächen um glaubhaft zu sein.

14. Was war die schönste/witzigste/genialste Review, die Du bekommen hast?
*grins* Das waren mehrere zu „Geständnis einer Mörderin“ Ich habe bei den Reviews Tränen gelacht, weil ich so überrascht von den Feedback war. Nicht die Masse macht es, sondern die Klasse. Und sie waren allesamt klasse. Am meisten habe ich mich da über eine Aussage eines Lesers gefreut, der mir das Experiment „Erzählerin“ als gelungen bestätigte.

15. Was würden Legolas und die anderen Gefährten (bei den Mittelerde FFs) bzw. Orlando oder die anderen Schauspieler (bei den Realperson FFs) sagen, wenn sie Deine FF lesen würden?
In Tränen ausbrechen, wahrscheinlich vor lachen. Nein. Ich denke, dass vor allem Orlando der Ansicht wäre, eine überspannte Tante hätte das geschrieben, die keine Ahnung von Nichts hat. *Topos der affektierten Bescheidenheit aus*
Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Ich habe mir zwar bereits darüber Gedanken gemacht, doch bin ich zu keinem Ergebnis gekommen.

16. Würde Tolkien Deine Fanfiction gefallen? (Für die Autoren der Mittelerde Fanfics)
Hmmm, ich denke, dass er „Legolas Verbannung“ lesen, mit einem Kopfnicken zu Seite legen und dann sagen würde: „Sie haben noch viel zu lernen, Miss!“

17. Und was liest Du selbst am liebsten?
Am liebsten Shakespeare und Jane Austen. An ffs liebe ich die Geschichten von Zita, eine herrlich erfrischende Mischung aus Humor und Dramatik. Ich mag das einfach.

18. Was würdest Du einem Schreibanfänger mit auf den Weg geben?
Sich nicht durch Kritik entmutigen lassen. Einfach weiterschreiben, viel lesen, an den Fehlern und Schwierigkeiten arbeiten und versuchen sich zu entwickeln.
Die kleinsten Ideen aufschreiben, sonst ärgert man sich. Denn wenn sie weg ist, ist sie weg, es sei denn, sie wurde notiert.

19. Was Du den Lesern noch sagen willst?
„Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel...“ Ne, das wurde schon gesagt. Ich glaube, ich schweige jetzt lieber. ^__^

20. Und zuletzt, was ist Dein Motto?
„Sein eigenes Unwissen zu kennen ist der beste Teil des Wissen.“ Laotse