Naurelen

Veröffentlichte Fanfics: Arwen McGregor, Pfad der Angst, Kia Ora - Kiwi Islands, Pfad des Schicksals

Emailadresse: Naurelen

Website: Naurelens Haus

Interview

1. Dein Penname? - Naurelen

2. Wie bist Du zu den Namen gekommen? - Bei meinen Übersetzungsversuchen ins Sindarin. Ich hatte über die Barrowdowns-Seite meinen richtigen Namen in die mittelerdischen Sprachen übersetzen lassen. Aber davon hat mir nichts gefallen. Es hat dann einige eigene Übersetzungen gedauert, bis ich einen Namen hatte, der mir gefiel. Da ich rötliches Haar habe und ordentlich Temperament dachte ich an ‚Feuerstern‘ – und bitte sehr – Naurelen war geboren. Dann suchte ich für meine andere Passion – den orientalischen Tanz – einen Künstlernamen. Im Arabischen habe ich auch nichts gefunden, was zu mir passte. Also hing ich ‚Chiara‘ vorweg. Seither bin ich Chiara Naurelen oder schlicht Naurelen.

3. Dein richtiger Name? - Wollt ihr den wirklich wissen? Seufz. – Corinna Jedamzik, geb. Carlieri

4. Wie alt bist Du? Verwandtschaft zu Deinem Sternzeichen?- Muss ich das beantworten? Okay, ich bin Jahrgang 1967. Rechnet es selber aus *g*. Vom Sternzeichen her bin ich Stier. Ja, ich denke, ich habe einiges von diesem Sternzeichen. Sturköpfig, dickschädelig, bodenständig, genießerisch, leidenschaftlich, temperamentvoll, hartnäckig, ...

5. Seit wann schreibst Du Fanfictions und wie bist Du dazu gekommen? - Seit November 2001 schreibe ich Fanfiction. Wie ich dazu gekommen bin? Nun, aus Langeweile. Meine Tochter war gerade geboren und hatte unmögliche Trinkzeiten. Unter anderem hatte sie es sich angewöhnt die letzte Trinkmahlzeit gegen Mitternacht oder sogar noch ein bisschen später zu nehmen. Da ich keine Lust hatte nach einer Stunde Schlaf aufzuschrecken, bin ich wach geblieben. Mein Mann hat sich dagegen seelenruhig um 23 h ins Bett gelegt. Folge davon war, dass ich nicht wusste, was ich mit der Zeit anfangen sollte. Also habe ich im Internet gesurft. Es war kurz vor der Premiere des ersten HdR-Films. Das Netz war überflutet mit Infos rund um Tolkien, Peter Jackson usw. Auf fantasyguide.de hatte man einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Geschichten, die bereits online waren, habe ich mir durchgelesen und für mich beschlossen, das kannst du auch. Ich habe eine Geschichte geschrieben („Das Gasthaus zur Letzten Brücke“), mitgemacht und den 4. Platz belegt. Zeitgleich hatte ich bei sf-community.de einen SF- und Fantasy-Wettbewerb mitgemacht. Hier belegte ich zu meiner großen Freude den 1. Platz. Allerdings war die Organisation dort so chaotisch, dass ich bis heute keinen meiner gewonnenen Preise erhalten habe. Man schickte mir ein Buch zu von einem der Autoren, die dort als Juror fungiert hatten, mit einer kurzen Widmung – das war’s. Aber von so was sollte man sich nicht abschrecken lassen. Jedenfalls hatte mich das Schreibfieber gepackt. Bis jetzt habe ich etliche Kurzgeschichten geschrieben und ein paar davon bei Edition Ponte Novu (ponte-novu.de) veröffentlicht. Wer also mal Lust hat, was anderes von mir zu lesen, der kann dort auf alle Fälle Leseproben der Texte einsehen. Parallel dazu begann ich an meiner ersten großen Fanfiction „Arwen McGregor“ zu schreiben. Diese ist mittlerweile auf 39 Kapitel angewachsen und mir gehen immer noch nicht die Ideen aus. Seit einigen Monaten habe ich mich auch im ab-18-Bereich („Pfad der Angst“) versucht. Und auch dort „hagelt“ es nur von positiver Resonanz. Leute, ich verspreche es euch, ich bleibe am Ball und schreibe beide Geschichten zu Ende. Vielleicht folgt ja dann noch eine weitere *augenzwinkern*.

6. Woher nimmst Du Deine Inspiration? - Unterschiedlich. Es können verschiedene Sachen sein. Etwas, dass ich sehe oder eine Zeile, die ich höre oder sehe. Eine Musik, die ich höre. Nachrichten, ein Spaziergang durch die Stadt. Wenn ich für einen Wettbewerb oder Anthologie schreibe, so versuche ich herauszufinden, was das Thema in mir hervorruft. Bilder, Assoziationen oder sonst noch was. Daraus bastle ich dann eine Geschichte. Für „Arwen McGregor“ hatte mich eine Rollenspielfigur von mir inspiriert. Die Geschichte, die sich dann entwickelte, war so aber nicht vorauszusehen. Bei „Pfad der Angst“ war es „Kill Bill Vol.1“, der mich völlig in seinen Bann zog. Danach MUSSTE ich diese Geschichte beginnen.

7. Wie sieht es um Dich herum aus, wenn Du schreibst? Brauchst Du dazu etwas bestimmtes? - Meistens höre ich Musik und meine Kleine schläft. In der letzten Zeit sind diese Zeiten allerdings rar geworden. Aber das wird sich bessern. Meine Kleine hat jetzt ab Ende September einen Kindergartenplatz. Dann habe ich wieder Luft, um Dinge zu tun, die mir Spaß machen, wie das Schreiben oder Kostüme für mein Tanzen zu nähen oder auch Fantasy-Kostüme für Freunde.

8. Welches Genre schreibst Du am liebsten? - Fantasy, wozu natürlich HdR gehört. Aber auch SF. Ich habe mich mal an einem Krimi versucht, aber irgendwie fehlt mir dazu der Draht. Aber ich werde ihn zu Ende schreiben. Es wird zwar was dauern, aber vielleicht wird es wenigstens eine mittelmäßige Geschichte. Ich habe mal gelesen, dass man immer eine Geschichte beenden soll, egal wie schlecht sie ist. Man kann nur daraus lernen.

9. Haben Deine Fanfic-Charaktere etwas mit Dir gemeinsam? - Wenig. Sie sind gänzlich anders als ich. In manchen sind vielleicht ein paar Vorlieben von mir zu finden, wie bei „Arwen“. Ich mag die Kelten. Ich mag die Vorstellung vielleicht selber keltisches Blut zu besitzen. Ich liebe Geschichte. Es ist faszinierend sich damit zu beschäftigen. Na ja, ich bin auch nicht besonders religiös. Mein Verhältnis zur römisch-katholischen Kirche ist recht gespalten (was wohl auch mit ein Grund für diese Geschichte wahr). Bei „Pfad der Angst“ war es meine Liebe zu Japan, die mich mit inspiriert hatte. Für diese Geschichte musste es eine Japanerin sein. Sonst würde sie nicht so funktionieren, wie ich es mir vorstelle. – Und ich liebe Sushi! Habt ihr das schon mal probiert? Einfach göttlich!

10. Welche Deiner erfundenen Charaktere ist Dir am liebsten? - Kann ich nicht eindeutig beantworten. Ich liebe sie alle, auf ihre Art und Weise. Sogar die Bösen.

11. Hast Du Deinen Charakteren mal etwas schlimmes angetan? Wenn ja, was war das schlimmste? - Oh, musst du mich das fragen? Natürlich habe ich ihnen schlimmes angetan. Das kann man doch nachlesen. Arwen McGregor wurde als Kind vergewaltigt und musste als Kindfrau ein Baby austragen. Dann musste sie mit ansehen, wie ihre Eltern ermordet wurden, worauf sie nach Mittelerde gelangte und in den ersten Tagen beinahe von Orks erschlagen wurde. Hanami in „Pfad der Angst“ gerät in eine Mittelerde-Hölle. Wollt ihr noch mehr hören?

12. Was ist für Dich ein Tabu-Thema beim Schreiben von Fanfictions? Ich würde Lügen, wenn ich sagte, es gäbe keine Tabus für mich. Es gibt sie. Pornografie z.B. Ich würde ebenfalls nie Texte schreiben, die ausschließlich von sodomistische Perversitäten handeln würden. Wenn man so etwas andeutet oder am Rande abfertigt – und natürlich darauf hinweist, damit Leser, die sich das nicht antun möchten, auch die Möglichkeit haben, darüber hinwegzugehen – dann ist das in Ordnung. Selbst wenn ich Storys lese, meide ich solche, die nur aus einer Aneinanderreihung solcher Dinge bestehen. Wenn einer meiner Charaktere etwas in dieser Hinsicht widerfährt, so wie Arwen McGregor, so handele ich das in kurzen, nicht detailgenauen Sätzen ab. Eine Story sollte nicht dazu dienen sich an ausgiebigem, detailliertem Sex oder gar pornografischen Darstellungen aufzugeilen, sondern eher eine gute Geschichte zu erzählen. Die Geschichten, die im ab-18-Bereich stehen, sind da ein wenig in einer Dämmerzone. Sie stehen schließlich nicht ohne Grund dort. Gewalt und Sex wird dabei detailreicher beschrieben, als anderswo. Hier kommt es wahrscheinlich auf das Feingefühl des Autors an, inwieweit er seine eigenen Grenzen setzt.

13. Was darf Deiner Meinung nach bei einer Fanfiction auf gar keinen Fall fehlen? Zumindest ein gleichartiges Szenario oder eine der Figuren aus der Geschichte, deren Fan man ist. In „Arwen McGregor“ lasse ich die Hauptfigur z.B. mit Legolas zusammentreffen und mit Aragorn. Inwieweit andere HdR-Figuren einbezogen werden, weiß ich noch nicht genau. Zumindest Éowyn werden sie noch treffen und sei es am Rande. Und in „Pfad der Angst“ werden auch noch ein paar HdR-Figuren auftreten – nur wann, das verrate ich nicht.

14. Was war die schönste/witzigste/genialste Review, die Du bekommen hast? - Oh, da muss ich erst mal nachschauen. Ja, ich habe sie noch (fast) alle. Ein paar sind leider meinem Mailprogramm zum Opfer gefallen, aber ich glaube die beste stammte von Siril. Die war so gut und hatte mich so beeindruckt, dass Siril mittlerweile die Betareaderin für „Pfad der Angst“ ist.

15. Was würden Legolas und die anderen Gefährten (bei den Mittelerde FFs) bzw. Orlando oder die anderen Schauspieler (bei den Realperson FFs) sagen, wenn sie Deine FF lesen würden? - Ich weiß nicht. Ich hoffe natürlich, dass sie die Geschichten gut finden würden. Zumal ich sie als Personen ernst nehme. Ich zwinge ihnen keine unglaubwürdigen Handlungen auf. Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn sie die Geschichten mal lesen würden. Ich meine damit Mr. Bloom, Mr. Wood und die anderen. Vielleicht auch Peter Jackson, dem genialsten Filmemacher der Welt. Aber das sind Träume. Sie sind zwar erlaubt, doch werden nie Realität. Zumal die Geschichten auch erst einmal ins Englische übersetzt werden müssten.

16. Würde Tolkien Deine Fanfiction gefallen? (Für die Autoren der Mittelerde Fanfics) - Mmh. Wenn dann nur „Arwen McGregor“. Diese Geschichte ist noch am nächsten an Tolkiens Vorgaben. Bei „Pfad der Angst“ weiche ich doch arg davon ab. Ich glaube nicht, dass diese Story ihm gefallen würde.

17. Und was liest Du selbst am liebsten? – Fantasy und SF. Dabei habe ich keinen Lieblingsautor. Nur gut muss die Geschichte sein. Ab und zu ist mal auch ein Krimi dabei.

18. Was würdest Du einen Schreibanfänger mit auf dem Weg geben? - Viel schreiben. Je mehr, desto besser. Verschiedene Stile und Richtungen ausprobieren. Verschiedene Themen ausprobieren. An Ausschreibungen und Wettbewerben teilnehmen. Und vor allem – Rechtschreibung überprüfen, prägnante Sätze schreiben und nicht verschiedene Ausdrucksformen mischen.

19. Was Du den Lesern noch sagen willst? - Lest meine Geschichten! Macht mich berühmt *grins*!

20. Und zuletzt, was ist Dein Motto? - „Lebe lieber, das Leben ist zu kurz zum Jammern.“ Dazu gibt es zwei Aussprüche oder Titel, die es sehr treffend schildern. „Lebe lieber ungewöhnlich“ und „das Leben ist eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt“. Wobei mich „Forrest Gump“ natürlich sehr beeindruckt hat. Er hat das Leben wirklich genommen, wie es kam und das Beste aus jeder Situation gemacht.