Interview mit Andune – Die Rose der Rohirim

Meine liebe Andune ... Herzlich willkommen zum Interview stuhl zurechtrück grins
Danke für die Einladung

Ich würde heute gerne mit dir über deine FF - Die Rose der Rohirim sprechen :)
Ja, gerne doch - auf nach Mittelerde

Eine der wenigen Eòmer FFs die es gibt. Warum bzw. wie kam dir dazu die Idee?
Wohl erstens, weil ich ein großer Eòmer Fan bin und finde, dass er immer zu kurz kommt und zweitens hat seine Figur als Hauptmann gut zu meiner Idee gepasst.

Magst du deine Idee, bei der Entstehung erläutern?
Ich werde es versuchen. Bei mir kommen die Ideen nämlich in dem Moment, wo ich mich hinsetze und schreibe. Also der Gesamtverlauf ist am Anfang der Story noch nicht geplant.

Also hattest du eine grobe Idee und hast einfach angefangen zu schreiben?
Und erst war da nur diese Tauschrolle, des Jungen, der eigentlich ein Mädchen ist richtig - anfangen zu schreiben, und dann kommt der Rest

Gab es einen auslösenden Punkt für diese ... ja doch etwas andere FF?
Nein, eigentlich nicht. Ich bin in der glücklichen Lage, sehr viele Ideen im Kopf zu haben und dann hole ich mir eben bei Bedarf eine neue Story gg

Wow also richtig kreativ :) Warst du am Ende deiner FF überrascht wo du letzen Endes gelandet bist, nachdem du ja kein Gerüst hast wie viele andere G
Irgendwie schon. Besonders das "richtige Ende" - also die Geschichte zwischen Lokalha und Gimli. Die war wirklich ein Spontangriff.

gg ein sehr guter Spontaner Einfall :) deine FF ist ja einigen Höhen und Tiefen unterworfen - wie viel spiegelt sich aus deinem realen Leben darin wieder? Bzw. verarbeitest du gewisse Gefühle in deinen FFs?
Erstens danke und in gewisser Weise lebe ich in meinen Stories immer mit.
Empfindungen, die ich gerade habe, werden dann verarbeitet. Also glückliche Momente oder auch nachdenkliche Sachen - und dann das ganze nach Mittelerde verfrachtet.

Deine Heldin Mariwen hat ja einiges zu erleiden ... in wie weit entspricht ihr Charakter dem deinem, oder legst du mehr Wert darauf, daß es ein Individuum ist.
Also natürlich bleibt sie ein Individuum, das nur manchmal meine Gefühle teilen muss. Der Charakter meiner "Heldin" ist so gewählt, dass es jeder sein könnte, der diese Rolle spielt. Ein wenig Heldentum steckt ja schließlich in jedem von uns.

:) Ob man will oder nicht - Wie schwer bzw. einfach war diese FF zu schreiben? Du hast ja Schauplätze, Zeiten und Figuren Tolkiengetreu eingefügt - waren viel Recherchen nötig?
Schwer kann man eigentlich nicht sagen. Wenn ich eine Mittelerde FF schreibe, recherchiere ich ziemlich genau - damit die Daten auch richtig sind. Soviel bin ich dem Genie Tolkien schuldig. Und ich liebe es, meine Geschichte um das Original herum zu spinnen.

Ist es dann für dich einfacher Mittelerde zu schreiben, weil da ja schon gewisse Details und Lines vorgegeben sind oder magst du lieber Realperson?
Zwei völlig unterschiedliche Metiers, die unterschiedliche Behandlung erfordern. Und ich lebe mich entweder in die Fantasiewelt oder die Reale Fiktion ein.
Also mit einfachen Worten - ich liebe Mittelerde FF und Realperson FF

:)) ok - Zurück zu Eòmer. Er hat ja bei deiner FF eine vordergründige Rolle als im Buch und im Film - und kommt am Anfang auch etwas herrisch und arrogant rüber. Gab’s da seitens der Leser mal einen Protest?
Nein, könnte mich nicht erinnern, dass es in Protest ausgeartet wäre lach - vielleicht die Bemerkung, dass man sich ihn nicht so vorgestellt hätte.

Lach kann ich verstehen - also war das Machosein ein kleiner Überraschungseffekt?
Mir widerstrebt es, Eòmer als reinen Helden dastehen zu lassen. Und Machsosein ist ein guter Begriff gg - ja, er sorgte für Überraschung. Schließlich ist auch Éomer nur ein Mensch.

Ja das kommt bei deiner FF auch wirklich gut rüber, daß alle Charaktere nur allzu menschlich sind.
Mit allen Schwächen und Fehlern und natürlich vielen guten Seiten zwinker

War es für dich auch an einem gewissen Punkt ein Bedürfnis endlich mal ne gute Eòmer FF zu schreiben die Inhalt und Hintergrund hat? Oder hat das während des gesamten Schreibprozesses eher weniger eine Rolle gespielt?
Das stimmt natürlich schon, dass ich eine Geschichte FÜR und UM Éomer schreiben wollte. Schließlich ist ER ja mein Held in HdR.
Das gilt auch für alle weiteren und schon geschriebenen Mittelerde FF's

Ich wage gar nicht zu fragen - aber gab es Momente wo du entweder nicht mehr weiter wusstest und gar übers Aufhören nachgedacht hast?
Berechtigte Frage - aber die Antwort ist NEIN! Ich stehe zwar manchmal an einer Weggabelung, wo ich mich in eine Richtung zu entscheiden habe, aber aufhören ist noch nie Thema gewesen.

Gab es da eventuell einen zweiten Weg in deiner FF, den du dann aber doch nicht gegangen bist G also so Richtung alternatives Ende ;)
Ja, diesen "zweiten" Weg gibt es in allen meinen FF's

Ich bin natürlich neugierig G hätte das zu einem wesentlich anderem Ende geführt? Oder magst du lieber dazu nix sagen G
Ein mögliches Ende wäre gewesen, dass Èomer zu spät kommt und Mariwen nicht mehr retten kann.

Autsch... nene nur keine negativen Ende G Im Nachhinein gelesen - was sagst du selbst zu deiner FF?
Eben, und das ist immer der Scheidepunkt - lass ich es gut ausgehen oder schaffe ich auch mal ein tränenreiches Ende? Ich habe sie schon zwei oder dreimal gelesen und finde, dass sie mir gelungen ist. Einziger Makel - ich habe hier noch ohne Beta gearbeitet zu Miana schiel

Das ist ja nun behoben G wobei ich persönlich es nicht als Makel empfunden habe :)
Und bei jeder FF denke ich, dass eine noch bessere folgen muss.

Bzgl. Reviews und deiner dreifachen Oskarnominierung - in wie weit hat dich dies angespornt, motiviert oder vielleicht auch demotiviert?
Also eine Oskarnominierung kann ja eigentlich nicht demotivierend sein, denke ich. Und die Reviews sind - wie bei jedem - das "Salz in der Suppe" - die Stimmen der Leser geben einem erst das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

Also waren sie schon wichtig - aber es gibt ja auch negative Kritik oder hattest du das Glück das es nur positive Reviews gab?
Es gab durchwegs positive Kritik, maximal Hinweise darauf, wie etwas anders geschrieben werden könnte (besonders mein mangelndes Wissen über Pferde ist da ein Thema gg)

Zum Abschluss - welche aktuellen Projekte liegen momentan bei dir auf dem Autorentisch – ähm Laptop G
Also erstmal das letzte Kapitel meiner Real-Person "Il Vesuvio" und dann natürlich mein großer Roman "Lothiriel", mein spezieller "Bestseller", von dem es ja auch schon die ersten Kapitel on gibt.

Dann hoffen wir auf ein furioses Finale in Il Vesuvio und viel Erfolg bei Lothiriel. Im Namen unserer Leser möchte ich dir für das Interview und deine Zeit danken und freue mich auf massenhaften Lesestoff von dir.
Danke schön und gerne geschehen. Es war ein Vergnügen so eine nette Fragestellerin zu haben!

Interview April 2007 by Rhayne