Funbeitrag von Miana
Sensation in Deutschland: Mittelerde wurde gefunden
Die Reporterin Miana Neugierig von Durchdiegegendflitz ist auf Beweise gestoßen,
die die Existenz von Mittelerde in unserer Gegenwart eindeutig beweisen
Wer kennt sie nicht, die Tolkien-Trilogie „Der Herr der Ringe“?
Und wer kennt nicht Peter Jacksons geniale Verfilmung dieser Trilogie?
Tolkien hat eine unglaubliche Welt erschaffen, voller phantastischer Träume
und Magie. Ihm und Peter Jackson ist es gelungen, Millionen von Lesern und Kinobesuchern
zu verzaubern und in die Welt von Mittelerde zu entführen.
Wer hat sich noch nicht insgeheim gewünscht, die Welt von Mittelerde zu
besuchen, um den Zauberern, den Hobbits, Zwergen, Trollen und Orks (nun gut,
diesen vielleicht weniger) zu begegnen? Wer hat sich nicht gewünscht, in
Rohan, in der Goldenen Halle zu Edoras König Eomer und in Minas Tirith
König Elessar gegenüberzutreten?
Und wer hat sich nicht gewünscht, auch wenn es nur aus der Ferne wäre,
das Schöne Volk mit eigenen Augen zu sehen? Elben, wunderschön, weise
und unsterblich!
Obwohl das mit der Unsterblichkeit nicht so ganz hundertprozentig stimmt, wie
wir ja alles wissen!
Doch um die Unsterblichkeit der Elben soll es in diesem Beitrag gar nicht gehen,
sondern vielmehr darum, dass Mittelerde wirklich existiert, hier in unserer
Gegenwart, hier auf diesem Planeten, zum größten Teil unentdeckt
und unberührt von der Zeit und der Zivilisation.
Ja, Sie haben richtig gelesen, meine lieben Leserinnen und Leser.
Ich habe eindeutige Beweise gefunden für die Existenz von Elben in unserer
Gegenwart!
Wie diese Existenz von Elben möglich ist, kann ich Ihnen leider nicht sagen,
im Moment jedenfalls noch nicht. Während der Entstehungszeit dieses Artikels
habe ich mit diversen Tolkienwissenschaftlern dieses Thema diskutiert. Die meisten
von ihnen können sich diese Tatsache nur so erklären, dass es neben
der Zeitlinie unserer Erde noch eine weitere Zeitlinie existiert, die Zeitlinie
Mittelerdes. Und beide scheinen sich in unregelmäßigen Abständen
zu überschneiden, so dass die eine Zeitlinie in die andere eintaucht und
für kurze Zeit zur Gegenwart der jeweilig anderen Zeitlinie gehört.
Ich persönlich bin dreimal Zeugin so einer Zeitüberschneidung geworden
und kann mich noch so genau daran erinnern, als ob es eben erst passiert wäre.
Wie Sie sich sicher erinnern werden, hatte vor ein paar Tagen, besonders im
Norden Deutschlands, der Sommer Einzug gehalten, mit all seiner Pracht, drückender
Hitze und Wärmegewittern.
Ich hatte mir die Freiheit genommen, ein paar Tage Urlaub in einem kleinen Städtchen
(dessen Namen hier zu nennen mir untersagt wurde) im schönen hohen Norden
unseres Landes zu machen.
Der Tag war besonders heiß gewesen, die Sonne stach förmlich vom
Himmel, doch kein Gewitter, kein kräftiger Regenschauer brachte gegen Abend
Abkühlung für Mensch, Tier und Pflanze.
Die Sonne war schon lange untergegangen. Die Erde, die Steine, die Straßen
und Hauswände hatten diese unbarmherzige Hitze des zu Ende gehenden Tages
gespeichert, strahlten diese Wärme nun wieder an ihre Umgebung ab und zerstörten
damit jede weitere Hoffnung auf Abkühlung. Mit nur einem Laken als Bettdecke
lag ich im Bett und konnte auf Grund der drückenden Schwüle keinen
Schlaf finden.
Plötzlich hörte ich es.
Leises Lachen und Jauchzen, dann ein Gesang, der so wunderschön war, dass
er schon wieder unwirklich klang.
Neugierig geworden kletterte ich aus dem Bett und trat ans Fenster.
Ich hatte von diesem Fenster aus einen herrlichen Blick in einen wunderschön
gestalteten Garten. Fast dunkel lag er da, die Nacht hatte sich in den Schatten
der Bäume und Sträucher verkrochen und so war im ersten Moment nichts
zu sehen.
Immer wieder drang dieses Lachen und Frohlocken und dieser wundersame Gesang
durch die Nacht.
Dann auf einmal schien ein Lichtschimmer zwischen den Bäumen und Büschen
zu schweben, der mal heller, dann wieder dunkler wurde. Wie Nebelfetzen tauchten
immer mehr Lichtschimmer auf und schwebten den schmalen Weg durch den Garten
entlang. In diesen Lichtschimmern glaubte ich menschliche Umrisse zu erkennen,
die den Weg entlang tanzten.
Die schimmernden Umrisse schienen hinter einem Baum hervorzukommen und hinter
dem nächsten Busch wieder zu verschwinden.
Wie gebannt starrte ich durch die Nacht, ich wagte nicht mich zu bewegen, als
würde die kleinste Bewegung von mir ausreichen, die wundersame Erscheinung
in der Dunkelheit der Nacht zu zerstören.
Und genauso plötzlich wie es gekommen war, war es vorbei. Kein Geräusch
war mehr zu hören, kein Singen, kein Lachen, nur das Zirpen der Grillen,
und der Garten, eben noch von schwachen Lichtschimmern erhellt, lag wieder in
tiefer Dunkelheit da.
Ein paar Minuten vergingen, bis ich mich traute, mich wieder zu bewegen. Noch
eine ganze Weile schaute ich in den Garten hinunter, doch nichts störte
mehr die Ruhe der Nacht. Ich lag noch eine ganze Weile wach und grübelte
über diese Erscheinung nach. War es Einbildung? Eine Halluzination?
Irgendwann fiel ich in einen unruhigen Schlaf.
Als ich am nächsten Morgen erwachte, glaubte ich an einen Traum.
An irgendetwas schien mich dieser Traum zu erinnern, doch ich konnte nicht sagen,
an was.
Noch nicht!
Ein paar Nächte später weckte mich erneut dieser Gesang.
Diesmal zögerte ich nicht lange. Ich eilte hinunter und schlich mich auf
leisen Sohlen in den Garten.
Wieder waren diese Lichtschimmer zu sehen, wieder diese Gestalten, die über
den Weg tanzten, in langen glitzernden Kleidern, mit ihren langen fließenden
Haaren.
Und plötzlich, wie aus dem Nichts, fast schon zwanghaft kamen mir Tolkiens
Worte in den Sinn, als Frodo Beutlin und Samweiß Gamdschie im Buch „Der
Herr der Ringe“ das erste Mal auf Elben trafen.
„Doch in diesem Augenblick wurden Töne laut, wie von Gesang und Gelächter.
Helle Stimmen stiegen gen Himmel und schwebten im Sternenlicht. ... Der Gesang
kam näher. Eine helle Stimme erhob sich nun über die anderen. Sie
sang in der schönen Sprache der Elben ...“ (Zitat aus „Der
Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien, © J.G. Cotta’sche Buchhandlung
Nachfolger GmbH, gegr. 1659, Stuttgart 1991, 2000, S. 97, 98; aus dem Englischen
übersetzt von Wolfgang Krege).
Für einen Moment blieb ich wie erstarrt stehen.
Genau daran erinnerten mich diese Erscheinungen. An Tolkiens Elben! Und an die
Bilder des Filmes, als Frodo und Sam die Waldelben beobachteten, die wie Nebelschleier
zwischen den Bäumen dahin glitten.
Mit großen Augen starrte ich die schemenhaften Figuren an, die nach wie
vor den breiten Weg Richtung Bäume entlang tanzten und schwebten, der Gesang
schwebte in der Luft.
Wie automatisch bewegten sich auf einmal meine Füße, die Feuchtigkeit
der Nacht, die zwischen den Grashalmen hing, benetzte meine nackten Füße,
als ich weiter auf die Erscheinung zuschlich.
Zwischen zwei Bäumen, welche dicht an dem Weg standen, blieb ich stehen.
Die schemenhaften Figuren hatten deutlichere Umrisse angenommen. Mein Herz begann
lauter zu schlagen. In meinen Augen waren das eindeutig Elben, die jetzt unmittelbar
an mir vorbeizogen. Doch wirkten sie wie Geister, durchsichtig, und doch klar
erkennbar, wie aus einer anderen Welt und doch auch wie ein Teil dieser Welt.
Ohne darüber nachzudenken, was ich tat, streckte ich die Hand aus. Keinen
Widerstand spürend, glitt meine Hand durch einen der Elben, der gerade
direkt vor mir vorbeikam, hindurch. Erschrocken zog ich die Hand zurück.
Doch der Elb musste etwas bemerkt haben, denn er blieb stehen und wand sein
wunderschönes, ebenmäßiges Gesicht mir zu. Seine klaren, grünen
Augen musterten mich aufmerksam, dann erschien ein vollkommenes Lächeln
auf seinem Gesicht. Er neigte kurz seinen Kopf vor mir, bevor er sich abwand
und seinen unterbrochenen Weg fortsetzte. Kein Wort war gefallen.
Und bevor ich auch nur irgendeinen klaren Gedanken fassen konnte, war es auch
schon vorbei. Mit einem Mal, völlig unvorbereitet, von einer Sekunde auf
die andere, waren sie verschwunden.
Dunkel und ruhig lag der Weg vor mir. Nur die Bäume rauschten leise im
Nachtwind, ich hörte meinen Atem, laut und schnell und wieder das Zirpen
der Grillen.
Was war hier eben geschehen?
Ich schlief nicht, ich träumte nicht, ich hatte keine Halluzinationen!
Dessen war ich mir absolut sicher.
Was also zum Teufel, oder sollte ich lieber sagen, zum Sauron, war hier passiert?
Endlich gelang es mir, mich zu rühren.
Ich lief ins Haus zurück und holte eine Taschenlampe. Dann kehrte ich in
den Garten zurück und begann den Weg mit der Taschenlampe abzusuchen.
Und tatsächlich! Das feuchte Gras war niedergetreten. Doch das Erstaunliche
daran war, ich konnte dabei zusehen, wie es sich wieder aufrichtete. An der
Stelle, wo die Elben aufgetaucht waren, hatte sich das Gras bereits vollständig
wieder aufgerichtet. Ich folgte der Spur im Gras, eilte schnell vorwärts,
denn ich begriff, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis keine Spuren
mehr zu sehen sein würden.
Die Elben mussten irgendwohin verschwunden sein. Ich wollte wissen, wohin.
Und dann blieb ich ruckartig stehen. Mitten auf dem Weg endete die Spur abrupt
im Nichts. Etwas hilflos sah ich mich nach allen Seiten um, doch kein einziger
Grashalm verriet mir mehr, dass hier vor wenigen Minuten jemand entlanggegangen
war.
In mir schrillten sämtliche Alarmglocken los! Mein journalistischer Spürsinn
war geweckt!
Wieso hatte meine Hand die Erscheinung des Elben durchdrungen, wenn sie doch
gleichzeitig Spuren im Gras hinterlassen konnte?
Ich begriff, dass ich in dieser Nacht nichts weiter ausrichten oder in Erfahrung
bringen würde.
Der morgige Tag würde mir dann hoffentlich Gelegenheit bringen, mir wenigstens
ein paar, der in mir angestauten Fragen, zu beantworten.
Gleich am nächsten Morgen startete ich mit meinen Nachforschungen und
ich begann bei meinen Wirtsleuten. Die beiden warfen sich einen unauffälligen
Blick zu, als ich ihnen erzählte, ich hätte heut Nacht Gesang im Garten
gehört. Der Mann schüttelte unmerklich den Kopf und seine Frau erklärte
mir freundlich, dass sie heute Nacht nichts gehört hätten.
Ich drang nicht weiter in sie und meinte dann bloß, dass ich sicherlich
nur geträumt hätte. Sie schienen daraufhin sehr erleichtert zu wirken
und wünschten mir noch einen schönen Tag.
Ich fuhr in den Ort hinein und begann unauffällig Fragen zu stellen. Doch
wohin ich auch kam, überall wich man meinen Fragen aus und eine Mauer des
Schweigens begann sich um mich auszubreiten.
Jetzt war ich mir noch sicherer, auf etwas ganz Besonderes und Sensationelles
gestoßen zu sein.
Es schien, als ob alle Bewohner des Ortes etwas wussten, doch keiner war bereit,
etwas Definitives zu sagen.
Irgendwie konnte ich sie auch verstehen, die Anwesenheit von Elben hier in Deutschland
war ja auch mehr als unglaubwürdig.
Also bemühte ich mich erst mal, andere Informationsquellen zu finden, die
ich ohne Probleme nutzen konnte – wie zum Beispiel das Heimatmuseum. Entgegen
meinen Befürchtungen, durfte ich mich durch sämtliche geschichtlichen
Aufzeichnungen wühlen, über die das Museum verfügte. Doch leider
konnte ich nicht den kleinsten Hinweis auf irgendwelche, geheimnisvolle Erscheinungen
finden.
Frustriert verließ ich das Museum. Im Moment war ich etwas ratlos. Ich
beschloss, erst einmal in meine Unterkunft zurück zu kehren und mir in
Ruhe noch einmal alles durch den Kopf gehen zu lassen.
Auf dem Rückweg hielt ich an der Tankstelle, um meinen Wagen voll zu tanken.
Die Tankstelle stand direkt an einer Kreuzung
Während der Zapfhahn seine Arbeit tat, fiel mein Blick plötzlich auf
die Verkehrsschilder, die an der Kreuzung standen und ich glaubte zu träumen.
Auf einem der Schilder stand ELBWANDERWEG. (siehe Bild 1)
Wie automatisiert öffnete ich den Kofferraum und holte meine Kamera heraus.
Ich überquerte die Straße und fotografierte das Schild.
Dann kehrte ich zum Wagen zurück, bezahlte meine Tankfüllung, während
der Tankwart und seine Assistentin mich mit misstrauischen Blicken bedachten.
Ich bedankte mich freundlich, stieg in meinen Wagen und tat das nächstliegend
Logische. Ich folgte dem Schild.
Langsam ließ ich meinen Wagen durch die Straßen des Ortes rollen.
Das nächste was ich entdeckte, war ein Straßennamensschild. Elbstraße
stand drauf. (siehe Bild 2)
Gut, es müsste eigentlich Elbenstraße heißen, aber welch bessere
Tarnung gab es, als den eigentlichen Namen zu kürzen?
Ich folgte dem Pfeil auf dem Schild und einige hundert Meter weiter fand ich
den nächsten Hinweis. (siehe Bild 3)
Ich fuhr auf den gekennzeichneten Parkplatz, parkte meinen Wagen und folgte
dem Schild nun zu Fuß. Der Weg führte mich in das Vogelschutzgebiet,
welches zwischen den zwei Deichen lag, die den Ort schützten, wenn der
Fluss, an dem das Örtchen lag, Hochwasser führen sollte.
Und dann blieb ich wie erstarrt stehen.
Wieso war mir das nicht gleich eingefallen? Der Name des Flusses war in ganz
Deutschland bekannt und sein Flusslauf führte durch einen großen
Teil Deutschlands.
Der Name des Flusses: ELBE!
Unter diesen Umständen war der Name „Elbe“ für diesen
Fluss unter ganz anderen Gesichtspunkten zu sehen.
Ich wanderte noch eine Weile durch das Vogelschutzgebiet, lief auf dem Deich
entlang, von wo ich einen herrlichen Blick auf die Elbe hatte, aber ich konnte
keine weiteren Hinweise auf das Vorhandensein von Elben finden.
Nachdenklich kehrte ich in meine Unterkunft zurück. Folgten die Elben,
die ich gesehen hatte, wirklich den ausgeschilderten Wegen?
Ich hielt das für sehr unwahrscheinlich, denn dann müssten doch wenigstens
noch andere Touristen die Erscheinungen der Nacht bemerkt haben? Menschen, die
nicht in diesem Ort hier wohnten und keinen Grund hatten, zu schweigen. Es wurde
schon über verrücktere Sachen in den Medien berichtet.
Doch warum schwiegen die Einwohner hier? Warum wichen sie meinen Fragen aus?
Während ich auf meinem Bett lag und mir über all die Fragen den Kopf
zerbrach, kam mir eine weitere Idee.
Ich würde die nächsten Nächte wach bleiben und sollten die Elbenerscheinungen
wieder auftauchen, würde ich versuchen Fotos zu machen.
Ein paar Tage später hatte ich wirklich noch einmal Glück. Mitten
in der Nacht ertönte wieder dieser überirdisch schöne Gesang.
Ich begab mich nach draußen und folgte erneut den Erscheinungen der Elben.
Ob sie mich bemerkten, konnte ich nicht sagen, aber es gelang mir, unzählige
Fotos zu machen.
Doch es geschah noch etwas anderes, diesmal konnte ich den Elben weiter folgen,
über verschlungene Pfade, mitten durch Bäume und Büsche hindurch.
Urplötzlich, wie aus dem Nichts, tauchte ein kleines, dunkles Häuschen
auf, in dem die Elben verschwanden.
Und dann herrschte wieder völlig unvorbereitet, absolute Ruhe.
Stille und Dunkelheit lag über dem Haus. Auf mein Klopfen reagierte niemand,
doch das hatte ich fast erwartet. Die Tür und die Fenster waren fest verschlossen.
Nichts deutete darauf hin, dass das Haus von irgend jemanden bewohnt wurde.
Mir war klar, dass ich in dieser Nacht nichts weiter erreichen konnte, und kehrte
in meine Unterkunft zurück. In meinem Zimmer musste ich enttäuscht
feststellen, dass die Fotos alle nichts geworden waren. Sie waren absolut schwarz.
Nichts war darauf zu erkennen.
Am nächsten Tag ging ich den Weg, den die Elben in der Nacht genommen hatten, noch einmal ab und machte noch einmal Fotos, die Sie, liebe Leser, hier sehen können.
Der Weg, den die Elben in der Nacht genommen haben. Er scheint scheinbar ins Nichts zu führen.
Der Weg führte zu diesem Haus, in dem die Elben verschwanden.
Doch auch diesmal lag das Haus ruhig und verlassen da. Nichts deutete auf einen
Bewohner hin, der Garten war eine einzige Wildnis.
Doch dann entdeckte ich neben der Tür ein kleines Holzschild auf dem ein
paar verwitterte Buchstaben zu erkennen waren: LEIR DALAG. Das Schildchen sah
aus wie ein Namensschild. Sicher erstaunt es Sie nicht, meine lieben Leser,
dass es mir nicht gelang, von diesem Schild ein Foto zu machen! Egal was ich
versuchte, das Foto auf der Digitalkamera war immer schwarz.
Auf meine Frage nach diesem Haus, erhielt ich zur Antwort, dass das Haus seit Jahren leer stehe und die Besitzverhältnisse nicht genau bekannt seien. Die Gemeinde war für das Haus und das Grundstück verantwortlich und da die genauen Besitzverhältnisse, wie gesagt, nicht bekannt waren, war das Haus auch nicht zu vermieten.
Mein Urlaub ging zu Ende und ich sah mich gezwungen, mich erst einmal nur auf
die Bilder und meine Erlebnisse zu beschränken.
Mein Chefredakteur war der Meinung, dass wir meinen kleinen Beitrag ruhig veröffentlichen
könnten, vielleicht würden ja andere Leute mit ähnlichen Erlebnissen
wie meine, den Mut finden, sich zu melden.
Im Stillen hatte ich mir vorgenommen, meine nächsten Urlaube so zu planen,
dass ich einer Route entlang der Elbe folgen würde. Ich war mir sicher,
auf weitere Spuren von Elben hier bei uns in Deutschland zu treffen.
Und noch etwas ermunterte mich dazu, denn ich konnte eines der vielen Rätsel
lösen.
Die Buchstaben, die ich auf dem Schild gelesen hatte, ich wusste, sie mussten
irgendetwas bedeuten. Ich brauchte Tage, bis ich dahinter stieg. Die Lösung
war die ganze Zeit direkt vor Augen gewesen, ich sah sie erst nicht und dabei
war sie doch so einfach.
Meine nächsten Recherchen würden mich noch einmal zurück in den
kleinen, nördlichen Ort an der Elbe führen, denn die Buchstaben auf
dem Schild LEIR DALAG, sie mussten nur rückwärts gelesen werden ...
(Fortsetzung nicht ausgeschlossen...)