Ian McKellen hatte den „Herrn der Ringe“ noch nicht gelesen als er zum dreh kam. Später wurde er zum Tolkien-Experten und hatte das Buch bei jedem Dreh wie eine Bibel dabei.
Da die Elbenohren aus Gelatine sind und sie sich nach den Gebrauch „auflösen“ konnte man sie nur einmal benutzen. Das Team brauchte also eine ganze Menge an Elbenohren.
Dominic Monaghan und Billy Boyd spielten in ihrer Freizeit während
des Drehs oft Billard Turniere gegeneinander.
Als die Crew in der Erlebnis-Hauptstadt Queenstown ankam, wurden
die Schauspieler gebeten dort nichts zu riskieren. Allerdings konnten die Schauspieler
und vor allem Orlando Bloom sich nicht an diese Anweisung halten und machten
jede Menge Extremsport.
Die Hobbits verbrachten einen grossteil ihrer Freizeit am Strand zum Surfen. Keiner von ihnen konnte es vorher, sie spornten sich gegenseitig an es zu erlernen. Auch Orlando Bloom war dabei.
Sean Astin drehte während den Dreharbeiten zum „Herrn der Ringe“ eine Kurzfilm über Freundschaft. Dabei machten auch seine Schauspielkollegen trotz tagelanger Arbeit gerne mit. Elijah war der Regiesassitent, Andrew Lesnie (1. Kameramann) war einer der Darsteller, Peter Jackson spielte einen Busfahrer und ging voll in seine Rolle auf und And Serkis war das Mädchen für alles.
Dominic, Billy, Sean und Orlando gingen Bungeespringen - ganze 122 Meter in die Tiefe.
Elijah Wood hatte immer seine Kamera am Set dabei und filmte die Jungs wo er nur konnte.
Von Anfang bis zum Ende dauerte Peter Jackson die Reise des „Herrn der Ringe“ Insgesamt 8 Jahre...
Für Cate Blancett war einer der Hauptgründe in diesen Film mitzuspielen, die Ohren. Sie wollte schon immer am spitze Ohren tragen.
Die „Jungs“ gaben Viggo Mortensen den Spitznamen „Schokoladenfee“ da er immer und jedem am Set Schokolade schenkte.
Oftmals hatte die Crew Probleme mit dem Drehen, wenn sie die Pferde dabei hatten. Dadurch das es mehrer Hengste waren (Brego, Schattenfell...) gab es oft kleine „Rangkämpfe“ zwischen den edlen Tieren. In dem Moment durfte keine Stute vorbei kommen....
Sean Astin verlor seinen geliebten Maskenbildner an Ian McKellen, da dessen Mann zu einem anderen Projekt wechseln musste.
Neben Ian McKellen waren noch John Astin (Sean Astins Vater) und Schauspielgröße Sean Connery im Gespräch für die Rolle des „Gandalf“.
Peter Jackson wollte zuerst nur englische Schauspieler für die Rollen besetzen und damit Tolkien eine extra Hommage entgegen zu bringen.
Christopher Lee, der bei über 200 Filmen mitwirkte, hatte Anfangs Probleme sich an die vielen Takes zu gewöhnen, die Peter oft von seinen Schauspielern verlangte. Christopher kannte von seinen Drehs nur 1-5 Takes pro Szene. Beim Herrn der Ringe musste man eine Szene manchmal in 20 Takes drehen.
Ein großes Hobby für Dom, Elijah, Billy, Sean und Orlando wurde das Spielen von Videospielen. Sie entwickelten eine regelrechte sucht.
Elijah übernahm morgens im Masken-Trailer die Rolle des „DJ´s“ er hatte eine riesige CD-Sammlung und ließ es damit so richtig krachen (sehr zum Leidwesen von Ian McKellen, der sich einen Trailer mit den Jungs teilen musste)
Andi Serkis wurde ursprünglich nur für 3 Wochen zum synchronisieren von Gollum eingestellt. Das er selber auch spielen würde, war gar nicht vorgesehen, veränderte dann aber schließlich die ganze Produktion äußerst positiv.
Orlando und Sean gingen schon gerne mal zum Motorradfahren.
Für einen wohltätigen Zweck nahmen Elijah, Dom, Billy und Orlando an einem „Badewannen-Wettrennen“ im Wellingtoner Hafen teil.
Fran und Philippa bekamen von Peter den Spitznamen „Script-Nazis“ da sie ihr Drehbuch und ihre Dialoge bis aufs Blut verteidigten.
Gimli Darsteller John Rhys-Davis litt am meisten unter den „Dreharbeiten“ denn die Maske die ihm komplett übers Gesicht gelegt wurde, vertrug er nicht. Seine Haut wurde rot, juckte und schälte sich schließlich schmerzhaft.
Viggo Mortensen nutzte den „Herrn der Ringe“ auch oft als Plattform für seinen politischen Botschaften. Viggo ist überzeugter Kämpfer für den Frieden und wann immer es ging zeigte er das auch. Allerdings ging er Diskussionen darüber sehr geschickt aus den Weg. Auf Partys verteilte er einfach Bücher zu dem Thema anstatt sich damit im Gespräch auseinander zu setzen.
Peter Jackson liebte es auf allen Vieren durch Miniaturen zu krabbeln und Aufnahmen davon zu machen. Auch fertige Peter oftmals selbst kleine Figuren und Miniaturen an.
Die Pferde der Crew waren sehr schnell. Bei jedem Take wurde „And Action“ gerufen und die Pferde sollten los laufen. Nach einiger Zeit hatten die Pferde rausbekommen, dass sie bei diesem Stichwort losrennen dürfen und gingen schon bei dem ersten „A“ los. Daher ließ sich die Crew sämtliche neue Worte einfallen um die Aufnahme zu starten. Statt einem „And Action“ hörte man dann auch schon „Christmas Trees“
Der 1. Drehtag der Crew wurde auf eine ganz besondere Weise gesegnet. Der Rat der Maori Ältesten gab seinen Segen und erinnerte die Crew daran, dass sie gut mit der Natur umgehen sollte. Schließlich wurde die Crew irgendwann weg sein. Die Landschaft Neuseelands wird es noch viele Millionen Jahre geben.
Die Mannschaft machte sich am 28. August 1998 auf den Weg nach Wellington. An dem Tag hatte Billy Boyd Geburtstag. Er und Orlando (den er am Flughafen) kennen lernte, tranken darauf hin gleich mehrer male Champagner, da Billy durch die Zeitverschiebung mehr als nur einmal seinen „30“ hatte.
Die Crew von Schauspielern hatte noch nie miteinander gedreht, so lernten sich alle am Set in Wellington kennen.
Sean Astin, der Sam spielt war für Elijah Wood, dem Frodo wirklich eine Art Sam. Er kümmerte sich um Elijah und wenn dieser seine Schlüssel mal wieder eingeschlossen hatte, kümmerte Sean sich darum und brachte ihm die Schlüssel wieder.
Sean Astin ist ein totaler Kontroll- und Sicherheitsfreak. Er schaute
den Leuten aus dem Team immer auf die Finger wenn es um Sicherheitsfragen ging.
Vor allem wem es darum ging Hubschrauber landen zu lassen, erwies er sich stets
als guter Lotze.
Dominic Monaghan wäre bei einem Dreh fast ums Leben gekommen. :-)) Bei der Szene, in der sie zur Fähre rannten, trat er sich einen Splitter in den Fuß. Er tat so, als wäre es ein Meterlanger Stahlsplitter, aber es war nur ein kleiner Holzspreißel. Seitdem zog Billy ihn immer auf wenn Dom anfing zu schwitzen: „Wieder ein Splitter?“
Für die Rolle des Aragorn war erst ein anderer Schauspieler
genommen worden. Doch sie bemerkten schnell, dass sie die Rolle mit Stuart Townsend
(viele kennen ihn noch aus „Königin der Verdammten“)
Als Peter Jackson Viggo anrief, hatte dieser nur ein paar Stunden
Zeit es sich zu überlegen, da der Dreh ja schon begonnne hatte. Sie haben
es Viggo´s Sohn zu verdanken, dass er zu gesagt hat. Henry ist ein großer
HdR Fan und war begeistert, dass sein Vater Aragorn spielen sollte.
Manchmal trieb Viggo recht ungewöhnliche Späße am Set. Entweder er stieß Kollege Sean Bean um wie beim Rugby oder warf die kleinen Körperdouble fast von einer Klippe. Aber keine Sorge, es passierte nichts.
Viggo fertigte im Bus der Maske eine riesige Foto-Collage an.
Am Ende des Drehs, war der Bus über und über mit Bildern beklebt.
Dieser Bus wurde nie gefahren. Erst an Viggos letzten Drehtag bei den Pick-Up-Aufnahmen
für "Die Rückkehr des Königs" sprangen Viggo und Bernard
hinters Steuer und fuhren mit den Bus ins Studio, wo 300 Crewmitglieder warteten.
Viggo ging auch nirgends mehr ohne sein Schwert hin, auch im
Restaurant hatte er es dabei. Auto fuhr er auch nur mit dem Schwert auf dem
Rücksitz.
Einmal wurde er von der Polizei aufgehalten als er nach einem Training Schwertschwingend
und halb in Aragornkleidung zum Parkplatz lief. Anwohner hatten die Polizei
gerufen.
John Rhys-Davis probte nur ungern Kampfszenen. Doch die Kampfszenen
mit ihm sehen unglaublich echt aus. Das liegt daran das sie echt sind. John
schlug nicht daneben. Er haute sie alle um. Das Glück für die Orks
und Uruk-hai´s war nur, das John keine echte, geschärfte Axt trug.
Die Gefährten mussten ein Boottraining über sich ergehen lassen, als sie in Neuseeland ankamen. Allerdings machten sie mehr Unfug, als wirklich zu trainieren. Sie versuchten sich gegenseitig zum Kentern zu bringen. Unter anderen kippte auch das Boot von Orlando und John, nur steht die Frage bis heute, wer daran Schuld trug.
Boromir Darsteller Sean Bean machte sie einen Riesenspaß daraus
den begabten Paddler Orlando eine Schubs zu geben wann immer er konnte.
So driftete Orlando von seinem Kurs ab. Wenn es dann hieß: „And
Action“, war Orlando nicht mehr an seinen Platz.
Sean Bean und Orlando Bloom hatten ganz spezielle Spitznamen für sich.
Orlando nannte Sean Bastard aus dem Norden und Sean nannte Orlando Softi aus
dem Süden.
Christopher Lee ist ein großer Tolkien Fan. Er liest den Herrn der Ringe
einmal jährlich und hat J.R.R Tolkien sogar einmal getroffen. Er kannte
seine Rolle also auswendig. Für ihn ging ein Traum in Erfüllung, als
er die Zusage für Saruman bekam.
Christopher hatte manchmal leichte Probleme mit seinen Saruman Kostüm.
Es war sehr lang und streifte am Boden und manchmal kam er die Stufen zu seinen
Thron im Orthanc nicht hinauf, weil er über den langen Stoff stolperte.
B.K., der Anführer der kleinen Körperdouble, hatte
ein besonderes Verhältnis zu Viggo. Er kommandierte ihn rum und gab ihm
Befehle. Dazu muss man sagen das er nur einen schweren Indischen Akzent sprach.
So kommandierte er Viggo also ins Auto oder zum Kochen in die Küche und
die anderen hatten wirklich etwas zu lachen. B.K. und Viggo waren einfach ein
super Team!
B.K. war auch ein super Schachspieler. Er doubelte Sean Astin und war also die
kleinere Ausgabe von ihm. Sean spielte gegen sein kleineres ich und verlor immer
wieder gegen sich selbst.
Die Hobbits mussten von den Schauspielern am frühesten aufstehen.
Ihr Tag fing in der Regel um 5 Uhr morgens an. Da sie zuerst ihre Füße
und Ohren bekamen, was gute 2 Stunden dauerte und die Hobbits konnten sich zum
anlegen der Füße nicht mal setzen.
An Seans Füssen arbeitete ein Visagist mit dem Nachnamen Foot.
Das Drehbuch wurde so gut wie jeden Tag geändert. Die
Schauspieler erhielten morgens oder abends durch die Hoteltür die Änderungen.
Manchmal ließen sie es einfach sein und so manch ein Schauspieler hat
noch ungeöffnete Drehbuchänderungen bei sich liegen.
Während des Drehs, wurde auch ein Making the movie gedreht
und die Hobbits machten alle mögliche Scherze und alberten vor der Kamera
rum. Zu sehen ist dies auf der Extended DVD die Gefährten
Sean Astin führte ein Tagebuch, in dem er aufführte, an wie
vielen Tagen sie die Hobbitfüße bekamen und sie gar nicht brauchten,
weil sie in der Aufstellung nicht gezeigt wurden. Es waren ganze 50 Tage. 50
Tage, an denen die Hobbits mal ausschlafen gekonnt hätten.
Für den Dreh reichte nicht ein Kamerateam aus um den langen Film zu drehen. Es hätte wohl Jahre gedauert, wenn man nur mit einem Team gedreht hätte. Deshalb drehten mehrere Teams gleichzeitig.
Alles für den Film, von Beutelsend über Kostüme
oder jede kleine Requisite musste mehrere male in verschiedenen Größen
gebaut werden. Es gab sozusagen mehrere Kopien von allem. Klein, normal und
größer. Das alles, damit die verschiedenen Größen zwischen
Hobbits, Zwergen, Menschen und Elben glaubhaft wirkte.
Bob Anderson trainierte die Schauspieler im Schwertkampf. Er
selber ist ein wahrer Schwertkämpfer und kämpfte schon in den Star
Wars Filmen mit dem Lichtschwert.
Boromir legte bei seiner Todesszene noch eine besondere Performance hin. Wenn
die Kamera die Szene aus Boromirs Blickwinkel zeigt, krallt sich Boromirs Hand
in Aragorns Schulter fest. Wechselt aber die Kamera auf Aragorn, dann ist die
Hand plötzlich weg. Ist es eine Zauberhand oder konnte der geschwächte
Boromir seine Hand so oft heben und senken?
Viggo kam auf der Militärbase an, dort wo die Kämpfe trainiert wurden. Eine ganze Reihe der Stuntleute standen dort und Bob kam und drückte ihm einfach sein Schwert in die Hand. Dann ging Bob in Deckung und rief den ganzen Uruk-hai´s und Orks zu, dass sie angreifen sollen und sie alle rannten nur auf den total verdutzen Viggo zu und schrieen. Viggo stand dort mit seinen Schwert und hatte keine Ahnung was er tun sollte. Sie hielten allerindgs kurz vor ihm wieder an. Bob wollte nur testen wie er reagiert.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass sich ein Teil der Schauspieler ein Tattoo hat stechen lassen um sich für immer an die Dreharbeiten zu erinnern. Mit dabei waren Orlando Bloom, Viggo Mortensen (die beide vorher schon ein Tattoo hatten) Ian McKellen, Sean Astin, Elijah Wood, Billy Boyd und Dominic Monaghan. Sean Bean der zu dieser Zeit (sie ließen das Tattoo die letzten Tage machen) bereits abgereist. Allerdings ließ er er sich nach einer langen Nacht mit Orlando Bloom noch stechen. John Rhys-Davis machte selbst nicht mit, allerdings sein Körperdouble Brett. Alan Lee zeichnete für die Jungs eine Vorlage und Viggo Mortensen ließ den Tattoo-Laden reservieren. Der erste der dran kam war Billy Boyd. Orlando ließ sich das Tattoo auf den rechten Unterarm stechen, Viggo und Dom sich auf die Schulter, Elijah in die untere Bauchregion, Ian den Oberarm, Billy und Sean den Knöchel und Brett den Rücken.
Peter Jackson fand diese Idee super und zusammen mit Produzent Mark Ordesky ließ er sich ebenfalls eines stechen. Die elbische Zahl für 10.
Die Schauspieler bekamen am Ende des Drehs ein Geschenk. Andi Serkis bekam den „Einen Ring“Elijah ebenfalls und sein Schwert Stich. Miranda Otto bekam den Gürtel ihres Kleides und ihre Schwert. Liv Tyler ihr Lieblingskleid. Christopher Lee seinen Stab, Orlando Bloom seinen Bogen....