Kurzinfos zur Realisierung


Übernahme der Filmrechte:
Ursprünglich wollte die Disney-Tochter Miramax die Trilogie verfilmen. Das Studio war allerdings gegen eine Aufteilung der Story in drei Filmteile, wollte die gesamte Story in einem Film zusammenfassen. Dagegen sträubte sich Regisseur Peter Jackson. Da Tolkien außerdem in seinem Testament verboten hatte, dass Disney in irgendeiner Weise Einfluss auf seine Werke hat, wurde der Auftrag letztendlich weitergegeben. New Line Cinema kaufte die Rechte von Miramax für über 10 Mio. Dollar.

Budget:
Die Verfilmung der Trilogie ist das teuerste und größte Projekt in der Geschichte von New Line Cinema: Über 270 Mio. Dollar soll das Studio für die gesamte Produktion hingeblättert haben, also etwa 90 Mio. Dollar pro Film. Nach nur einem Monat Drehzeit soll das Team bereits rund 80.000 US-Dollar nur für Kaffee (!) ausgegeben haben.

Casting:
Jackson und sein Produktionsteam nahmen sich viel Zeit für das Casting der zahlreichen Haupt- und Nebenrollen. Es passierte nicht selten, dass Schauspieler sich für eine bestimmte Rolle bewarben, nach Ansicht des Filmteams aber besser für einen anderen Part geeignet waren. So hatte sich beispielsweise Orlando Bloom, welcher jetzt den Elb Legolas verkörpert, ursprünglich für Faramirs Part beworben. Regisseur Jackson setzte seine Vorstellungen durch und suchte vor allem bei den Hobbits nach jungen Schauspieltalenten.

Elbisch für Anfänger:
Alle Darsteller musste weit vor Drehbeginn die verschiedensten Trainings über sich ergehen lassen. Für jede der Kulturen wurden spezielle Dialekte entwickelt, teilweise ganz eigene Sprachen. So mussten sämtliche Elbendarsteller das teilweise auf dem Keltischen beruhende Elbisch erlernen. Auf dem Lehrplan stand außerdem altertümliche Kostümkunde, Schwertkampf, und Reiten.


Ausstattung:
Jeder einzelne Gegenstand in Mittelerde wurde extra für den Film angefertigt. Die Spezialeffektefirma WETA engagierte zusätzlich zur üblichen Crew Eisenschmiede, Lederarbeiter, Skulpteure und Experten in der Herstellung mittelalterlicher Rüstungen. Insgesamt wurden mehr als 900 Rüstungen, über 2000 Waffen aus Gummi, 100 handgefertigte Spezialwaffen, über 20.000 handgefertigte Haushaltswaren und mehr als 1600 Paare von Fuß und Ohrenprothesen in individuellen Größen und Formen hergestellt.

Statistensuche in Neuseeland:
Casting-Direktorin Liz Mullane und ihre Asistentin Miranda Rivers hatten nicht nur die Haupt- und Nebenrollen zu besetzten, sondern vor allem auch 15.000 Statisten, die Mittelerde angemessen bevölkern sollten. So sollten gar Soldaten der New Zealand Army zu einer Komparsenrolle kommen. Dem Filmauftritt der Soldaten kam allerdings der Konflikt in Ost-Timor in die Quere, so dass die Castingverantwortlichen noch einmal nachcasten mussten. Die neuseeländische Bevölkerung zeigte sich jedoch hilfsbereit und unterstützte das Drehteam wo sie nur konnte, ob bei einer Buspanne, als Aushilfsstatisten oder auch als Strickerinnen für Kostüme.