Interview aus der Bild der Frau Nr. 18
Orlando Bloom: „Ich bin verrückt nach Frauen!“
Er ist der neue Frauenschwarm im Kino – verzaubert mit wilder Lockenmähne und braunen Träumeraugen: Orlando Bloom (28). Als mutiger Elbenkämpfer „Legolas“ wurde der gebürtige Brite in der „Herr der Ringe“ – Trilogie (´01 - ´03) berühmt, kämpfte im Geschichts-Epos „Troja“ gegen Brad Pitt (41). Und jetzt ist „Orli“ (so nennen ihn seine Fans) im Kinofilm „Königreich der Himmel“ zu sehen. Autor Christian Aust traf den supersüßen Schauspieler...
OB: Stört es sie, wenn mein Hund beim Interview zuhört?
BdF: Nein, überhaupt nicht! Wie heißt er denn?
OB: Sidhi. Er ist einer von diesen streunenden marokkanischen Hunden, die ständig bei den Dreharbeiten zu „Königreich der Himmel“ dabei waren. Ich hab es nicht übers Herz gebracht, ihn dort zu lassen, habe ihn nach den Dreharbeiten einfach mitgenommen. Damals war er erst sechs Wochen alt... Ich trage seine Kinderzähne als Glücksbringer um den Hals.
In „Königreich der Himmel“ spielen sie einen edlen Ritter und zum ersten Mal eine richtige Männerrolle. Wie haben sie sich durch die Dreharbeiten verändert?
OB: Ich glaube, ich bin auch selbst endlich zum Mann geworden. Er gibt einige Parallelen zwischen dem, was im Film passiert, und wie ich mich persönlich entwickelt habe. Es ist meine erste wirkliche Hauptrolle! Zuerst habe ich mir ernsthaft Sorgen gemacht, ob ich das aushalte: Ich konnte nachts nicht mehr schlafen vor Aufregung. Aber dann habe ich gelernt, mit der Verantwortung umzugehen. Im Film wächst der Ritter an der Größe der Probleme, mit denen er Konfrontiert wird. In meiner Karriere war es genauso.
Jetzt drehen sie „Fluch der Karibik 2 und 3“. Gibt es auch Momente, in denen sie sich einsam fühlen, wenn sie zu lange von Zuhause weg sind?
OB: Entwurzelt ist wahrscheinlich der richtige Ausdruck. Ich lebe immer noch in England und fühle das auch in meinem Herzen. Aber es gibt diese Momente, in denen ich das Gefühl habe, heimatlos zu sein. Vor zweieinhalb Jahren habe ich mir ein haus in London gekauft und seitdem nur sechs Wochen dort verbracht. Aber ich habe eine tolle Familie und großartige Freunde. Und der Gedanke an diese Menschen baut mich immer wieder auf.
Sie sind fast ohne Vater aufgewachsen. Wie hat das ihre Beziehung zu Frauen beeinflusst?
OB: Ich bin verrückt nach Frauen... (lacht) Frauen sind wunderbar. Ich bin in erster Linie mit meiner Mutter und meiner Schwester aufgewachsen. Und jeder Mann, der denkt, er könne seinen Kopf gegen Frauen durchsetzen, unterliegt einem großem Irrtum. Die Männer denken, sie regieren die Welt. Aber in Wirklichkeit sind es die Frauen, die den Laden zusammenhalten. Jedenfalls war es in meinem Leben immer so. Vielleicht begegne ich Frauen auch mit mehr Respekt. Ich musste oft mit an sehen, wie mies meine Schwester von ihren Freunden behandelt wurde. So wollte ich nie zu Mädchen sein.
Sie haben sich kürzlich von ihrer Freundin, der Schauspielerin Kate Bosworth,
getrennt. Gibt es eine neue Liebe?
OB: Ich formuliere es mal so: Es ist alles ruhig an der Westfront... (lacht) Ehrlich gesagt ist die Arbeit zur zeit meine geliebte. Da ist es sehr schwierig, noch eine neue Beziehung aufzubauen.
Wird es immer schwerer zu durchschauen, ob eine Frau wirklich sie persönlich oder nur ihre Popularität und den Ruhm toll findet?
OB: Vielleicht. Aber mein Hund hat eine unglaublich gute Nase! Er durchschaut Frauen, die es nicht ehrlich mit mir meinen, sofort... (lacht)
Quelle: Bild der Frau