Auch Helden haben Herzschmerz


Bei den Dreharbeiten zu "Fluch der Karibik" hat Orlando Bloom, 26, sein Herz verloren. An wen? Mädchen verrät es dir...


Die Tür geht auf und Orlando Bloom schlurft mit hängenden Schultern ins Zimmer - schwarze Wuschelhaare, Schlabber-Outfit, gesenkter Blick, die Hände in die Hosentaschen vergraben. Das soll jemand sein, der als blonder Elbenkrieger" Legolas" aus "Der Herr der Ringe" Tausende Mädchenherzen höher schlagen ließ? Komisch. Irgendwie scheint es, als hätte sich der Engländer in Sachen Aussehen ziemlich von Johnny Depp seinem Co-Star aus "Fluch der Karibik", inspirieren lassen. Na ja und der ist schließlich bekannt für seinen uneitlen Landstreicher-Look. Doch dann: Orli schaut auf und lächelt. Und ein Blick in diese tiefbraunen Augen genügt. Man möchte sich für immer und ewig darin verlieren. Gar nicht leicht, diesem Typen gegenüber zu sitzen und ihm Fragen zu stellen, ohne in dabei anzustarren wie ein hypnotisiertes Kaninchen......


Wie war es für dich, einen Piratenfilm mit deinem großen Vorbild Johnny Depp zu drehen?
Wahnsinnig toll! Johnny hat alles, was ich an einem Typen klasse finde. Er ist unheimlich kreativ. Zum Beispiel bewundere ich, wie er seine Rolle in "Fluch der Karibik" umgesetzt hat - ganz anders, als sie ursprünglich im Drehbuch vorgesehen war. Er gab mir übrigens auch einen guten Ratschlag mit auf den Weg: "Lass deine Entscheidung für eine Rolle niemals durch die Höhe deiner Gage beeinflussen. Und erinnere dich immer daran, warum du den Beruf Schauspieler gewählt hast."


Der Film wurde tatsächlich auf einem nachgebauten Piratenschiff gedreht. Bist du Seekrank geworden?

Nein, überhaupt nicht. Ich liebe es, auf dem Meer zu sein. Aber manchmal hatten wir so starken Wellengang, dass ich mir wünschte, an Land zu sein. Außerdem gab es nicht viel Platz auf dem Schiff. Überall waren Kameras, Stromgeneratoren, Leute und unendliche viele Kabel.


In dem Film gibt es einige harte Schwertkampf-Szenen. Hast du dich dabei eigentlich mal verletzt?

Na ja hier und da habe ich im Eifer des Gefechts ein paar Kratzer oder lbaue Flecken abbekommen. Jedoch zum Glück nichts Ernsthaftes.


Für deine Filme musstest du die verschiedensten Sachen lernen: Bogenschießen, Reiten, Fechten.....Was hat dir am meisten Spaß gemacht?
Ich reite liebend gerne. Aber viele dieser Sachen, die ich gelernt habe, kann man leider heutzutage nicht anwenden. Aber im Mittelalter wäre ich ein Held gewesen!


Apropos Held: Bist du auch einer im echten Leben?
Für meine Mutter ganz bestimmt. Aber sonst? Ich weiß nicht.


Seit "Herr der Ringe" spielst du in den größten Hollywood-Filmen.....
Ich habe echtes Glück gehabt. Als ich für "Herr der Ringe" angeheuert wurde, kam ich ja gerade erst von der Schauspielschule. Deshalb kann ich mir meine Rollen noch nicht auswählen wie viele der wirklich großen Schauspieler in Hollywood. Vor allem würde ich gerne mal Charakterrollen spielen, für die mich nicht in Kostüm zwingen muss, sondern ganz natürlich bleiben kann.


Du hast mittlerweile schon mit vielen großen Hollywood-Stars gearbeitet. Stimmt es eigentlich, dass die oft ziemlich arrogant und abgehoben sind?
Im Gegenteil. Je bekannter, desto normaler sind sie. Ehrlich gesagt: Die kochen doch alle auch nur mit Wasser! Und wie wir alle müssen auch die größten Stars, wenn sie auf die Toilette gehen, ihre Hosen runter lassen!


Ist die Schauspielerei den Traumberuf?
Ja! Schon als kleines Kind hockte ich immer vor dem Fernseher, später vor der Kinoleinwand und guckte mir unentwegt Filme an.


Stimmt es, dass du nur Schauspieler geworden bist, damit du hübsche Mädchen küssen kannst?

(Lacht!) Das Teenie-Magazin, das diese Lüge verbreitet hat, möchte ich am liebsten einstampfen. Nein, das stimmt überhaupt nicht! Ich finde es zwar sehr toll, Mädchen zu küssen, aber dafür würde ich mir nie einen Job angeln, oder etwa doch? Viele Leute denken, dass ich der absolute Herzensbrecher bin. Dabei bin ich gar nicht so schlimm. Ich verführe nur gerne. Das ist meine Spezialität!(lacht) Obwohl, wenn ich ehrlich bin: Tolle Mädchen küssen zu dürfen ist das Schönste an meinen Beruf!


Ist es eigentlich nicht schwierig, mit einem so hübschen Mädchen wie Keira Knigthley, deiner Filmpartnerin aus "Fluch der Karibik", vor der Kamera zu stehen und sich nicht in sie zu verlieben?
Ja.........Und na ja, irgendwie hatte ich mein Herz schon an sie verloren.


Seit ihr jetzt etwa zusammen?
Nein, Keira hat leider einen festen Freund. Damit hat sich das Thema wohl erledigt.


Man sieht dich ja in letzter Zeit öfter Händchen halten mit der Schauspielerin Kate Bosworth. Geht da was?

Dazu will ich erst mal lieber nichts sagen. Ein Gentleman schweigt und genießt.


Ärgerst du dich, wenn die Presse lügen über dich verbreitet?

Sehr, aber was soll ich dagegen machen? Um Dinge klar zu stellen, ist der einzige Weg, beim nächsten Interview Rede und Antwort zu stehen und so die Lüge aufzuklären.


Was war dein peinlichste Moment im Leben?

(überlegt lange) Ich glaube, es war der Moment, in dem ich meine erste Freundin zum ersten Mal küssen wollte. Leider wusste ich nicht so richtig, was ich sagen sollte, bis mir heraus rutschte: "Kann ich dir einen verpassen?" Aber ich war da auch erst neun Jahre alt. Ich hoffe man kann mir das noch mal verzeihen!


Du bist ja über Nacht berühmt geworden. Geht dir der ganze Rummel um deine Person eigentlich manchmal auf die Nerven?

Ja, gelegentlich ist es echt schwer, damit umzugehen. Versteht mich nicht falsch, ich finde es klasse, wenn mich Fans um Autogramme fragen. Es ist nur komisch. Aber das ist nun mal die andere Seite des Berühmtseins. Dazu stehe ich, denn ich lebe schließlich meinen Traum.


Bekommst du viel Fanpost?

Ja, ich ersticke fast darin! Doch ich bekomme total gerne Fanpost! Nur manchmal sind die Briefe ganz schon gewagt - aber auch die beantworte ich fleißig.


Du bist ein Mädchenschwarm. Schmeichelt dir das?

(lacht) Klar, keine Frage. Aber ich versuche trotzdem mich davon nicht blenden zu lassen und weiterhin mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu bleiben.


Wie entspannst du dich von dem Trubel um deine Person?

Indem ich versuche, so viel Zeit wie möglich mit Freunden, meiner Familie und vor allem mit meinen Großeltern zu verbringen, dich ich leider viel zu selten sehe.


Verbringst du viel Zeit zu Hause in England?
Leider viel weniger, als mir lieb ist. Momentan arbeite ich einfach zu hart, was mir andererseits fehlen würde, wenn ich mal eine Pause hätte. Irgendwie gewöhnt man sich ans ständige Unterwegssein.


Was ist dir in deinem Leben wirklich wichtig?
Definitiv meine Familie! Die steht an erster Stelle. Danach natürlich meine Freunde. Wichtig ist mir außerdem, dass ich mich ständig als Mensch weiterentwickle und nie auf einer Stufe stehen bleibe.


Quelle: Interview von Antonia Steffens aus der Mädchen 2003

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