And the Oscar goes to...
Die Nacht der Hobbits, Zauberer und Elben.
Von Melanie Schabesberger
Dieses Jahr fand im Kodak Theatre Hollywood die 76. Oscarverleihung statt. Billy Chrystal führte nach vier Jahren Pause wieder als Gastgeber durch die Nacht des goldenen Mannes. Ein großes Staraufgebot und noch viel bessere Filme wurden dieses Jahr bei den Oscars gekrönt. Clint Eastwoods „Mystic River“, „Lost in Translation“ von Sophia Corpula, das Seeabenteuer „Master and Commander“ und nicht zu vergessen der Favorit dieses Jahres Peter Jacksons „Die Rückkehr des Königs“. Den ersten Oscar durfte an diesen Abend Renée Zellweger für ihre Rolle in „Cold Mountain“ in Empfang nehmen. Auch Sean Penn, Tim Robbins und Charlize Theron durften für ihre Schauspielerische Leistungen einen Oscar mit nach Hause nehmen. Für Charlize Theron war es die erste Nominierung für einen Ocsar. Sie gewann den Oscar für ihre Rolle in „Monsters“. In dem Film spielt sie eine lesbische Massenmörderin und Straßenschlampe. Vor allem der Mut zur Hässlichkeit brachte Charlize den Oscar. 15 Kilo drauf, falsche gelbe Zähne und die Augenbrauen ab, eine Wandlung, die für das Ex-Model auch nicht einfach war. Aber letztendlich glänzte sie in ihre Rolle an der Seite von Christina Ricci und gewann den Oscar für die beste Hauptdarstellerin.
Der Abräumer des Abends war „Die Rückkehr des Königs“ für 11 Oscars nominiert und alle 11 gewonnen. Damit schaffte Peter Jackson etwas, das vor ihm nur „Ben Hure“ (1959) und „Titanic“ (1997) schaffte. Unter anderem in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes adaptiertes Drehbuch und Beste Filmmusik räumte das Milliarden Epos ab. Über eine Milliarde Kinogänger allein für den Dritten Teil brachten dem Film auf der Liste der besten Filme alle Zeit Platz 2 hinter Titanic. Peter Jackson dankte seiner ganzen Crew, halb Neuseeland und natürlich besonders J.R.R Tolkien. Tolkien und Jackson haben mit ihren Film die Herzen auf der ganzen Welt gewonnen und die 11 Oscars sind die höchste Auszeichnung, die je ein Film diesen Genres je bekommen hat.
Dieser Artikel erschien im April 2004 in der Zeitschrift G:o mag