Zuest
eine kleine Erklärung. Es ist unbestritten - wenn auch sehr traurig -
das J.R.R Tolkien keinen Kommentar zu Peter Jacksons grandioser Verflimung
abgeben kann. Aber dennoch lässt sich Tolkien hier über ein "Film-Treatment"
aus. Nun, der "Herr der Ringe" sollte schon einmal verfilmt werden.
Vor langer Zeit.........
Tolkien bekam dieses Treatment vorgelegt und hat daraufhin einen ausführlichen
Brief über dieses Treatment geschrieben. Der Brief von Tolkien ging an
Forrest J. Ackerman im Jahre 1958.
Hier könnt ihr nun lesen, was Tolkien im Groben zu bemängeln hatte
oder noch mehr...... Es ist nicht nur überaus interessant dies zu lesen,
sondern auch sehr vergnüglich. Stellt man sich z.B. nur einmal vor, was
Z. (Der Autor diese Treatments) so alles mit Tolkiens Buch, seinen Figuren
und vorallem dem Sinn der Geschichte gemacht hat. Außerdem denke ich,
dass sich jeder von uns Mittelerde-Fanfic-Autoren dies zu Herzen nehmen sollte,
denn schließlich kommt es vom Großmeister persönlich.
Über Gandalfs Feuerwerk:
Warum sollten zu der Feuerwerks-Darstellung Flaggen und Hobbits gehören?
Das steht nicht im Buch. Flaggen von was? Das Feuerwerk meiner Wahl ist mir
lieber.
Über Gandalfs Sprechweise:
Gandalf sollte bitte nicht „brabbeln“. Er mag zwar manchmal launisch
erscheinen, hat Sinn für Humor und nimmt gegen die Hobbits eine etwas
onkelhafte Haltung ein, ist aber doch eine Person von hohem und edlem Rang
und großer Würde.
Über den Einsatz von Adlern:
Hier haben wir die erste Einschmuggelung von Adlern. Ich denke, sie sind ein
großer Fehler von Z. und nicht zu rechtfertigen.
Die Adler sind ein gefährliches Stück „Maschinerie“.
Ich habe sie sparsam verwendet, bis zur absoluten Grenze ihrer Glaubhaftigkeit
oder Nützlichkeit. Die Landung eines großen Adlers aus dem Nebelgebirge
im Auenland ist absurd; außerdem macht sie G.´s spätere Gefangennahme
doch Saruman unglaubhaft und verdirbt den Bericht über sein Entkommen.
(Ein Hauptfehler von Z. ist seine Tendenz, Szenen oder Kunstgriffe, die später
vorkommen, vorwegzunehmen und so die Geschichte zu planieren.) Radagast ist
kein Name für einen Adler, sondern für einen Zauberer; mehrere Adlernamen
werden im Buch angegeben. Diese Dinge sind mir wichtig.
Über das Wetter und die Zeit:
Hier darf ich wohl sagen, dass ich nicht einsehen kann, warum der Zeitplan
vorsätzlich zusammengezogen werden sollte. Er ist schon im Original ziemlich
vollgestopft, denn die Handlung spielt sich in der Hauptsache zwischen dem
22. September und 25. März des folgenden Jahres ab. Die vielen Unmöglichkeiten
und Absurdiäten, zu denen weiterer Beschleunigung führt, werden
zwar, nehme ich an, einen unkritischen Betrachter entgehen; aber ich sehe
nicht ein, warum an sie unnötigerweise hineinbringen müsste. Naturgemäß
muß die Zeit in einem Film unbestimmter bleiben als in einem Buch; aber
ich kann nicht verstehen, warum dann eindeutige Zeitangaben, die dem Buch
und aller Wahrscheinlichkeit widersprechen, gemacht werden sollten........
Die Jahreszeiten werden im Orignial genau beachtet. Sie sind malerisch und
sollten und könnten leicht als das wichtigste Mittel gebraucht werden,
durch das die Künstler sichtbar machen, wie die Zeit verstreicht. Die
Haupthandlung beginnt im Herbst und erstreckt sich über den Winter bis
in einem strahlenden Frühling: Dies ist wichtig für den Gehalt und
Ton der Erzählung. Durch die zeitliche und räumliche Zusammenziehung
bei Z. wird es zunichte. Nach seinem Arrangement würden wir zum Beispiel
in einem Schneesturm landen, während noch Sommer ist. „Der Herr
der Ringe“ mag zwar ein „Märchen“ sein, aber es spielt
auf der nördlichen Hemisphäre unsere Erde: Meilen sind Meilen, Tage
sind Tage und Wetter ist Wetter.
Eine Zusammenziehung seiner Art ist nicht dasselbe wie die notwendige Verkürzung
oder Auswahl von Szenen und Ereignissen, die visuell dargestellt werden sollen.
Über Tom Bombadil:
Der erste Absatz gibt ein falsches Bild von Tom Bombadil. Er ist nicht der
Besitzer der Wälder; und er würde mit so etwas nie drohen.
„Alter Halunke!“ Dies ist ein gutes Beispiel für Z.´s
allgemeine Tendenz, den Ton zu einem kindischeren Märchenton hin zu beschneiden
und hinabzuziehen. Der Ausdruck passt nicht zu dem Ton von Bombadils späterer
längerer Rede; und wenn die auch weggelassen wird, besteht keine Notwendigkeit,
ihre Fingerzeige zu missachten.
Tut mir leid, aber ich finde, die Art, wie Goldbeere eingeführt wird,
ist albern und vom gleichen Genre wie der „Alte Halunke“ Es gibt
auch keine Rechtfertigung dafür in meiner Erzählung. Wir sind nicht
in einem „Märchenland“, sondern in einer echten Flusslandschaft
im Herbst. Goldbeere steht für die wirklichen jahreszeitlichen Veränderungen
in solchen Gegenden. Für meinen Teil glaube ich, sie sollte viel eher
verschwinden als einen sinnlosen Auftritt zu bekommen.
Im Gasthaus „Zum tänzelnden
Pony“:
Der Wirt fordert Frodo nicht auf, „sich einzutragen“. Warum sollte
er das tun? Es gibt keine Polizei und keine Behörden. (Ich lasse ihn
ja auch seine Zimmer nicht nummerieren.) Wenn zu einem schon vollen Bild noch
Details hinzugefügt werden müssen, sollten sie wenigstens in die
beschriebene Welt passen.
Das Gasthaus nachts zu verlassen und in der Dunkelheit hinauszurennen ist eine unmögliche Lösung für die Darstellungsprobleme (die ich hier wohl sehe). Es ist das Letzte, was Aragorn getan hätte. Es beruht auf einem durchgängigen Missverständnis der Schwarzen Reiter, das sich Z. bitte noch einmal überlegen sollte. Ihre Gefährlichkeit gründet fast ganz in der besinnungslosen Angst, die sie erwecken (wie Gespenster). Sie haben keine große physische Gewalt gegen die Furchtlosen; was sie aber vermögen, und die Angst, die sie erwecken, werden in der Dunkelheit mächtig gesteigert. Der Hexenkönig; ihr Anführer, ist in jeder Hinsicht mächtiger als die anderen; aber er sollte nicht jetzt schon zur gleichen Bedeutung erhoben werden wie in Bd. III. Dort, wenn ihm Sauron den Oberbefehl übertragen hat, gewinnt er eine weitere dämonische Kraft. Aber sogar in der Schlacht auf dem Pelennor war die Dunkelheit eben erst gewichen.
Über die Darstellung von Bruchtal:
Bruchtal war kein „schimmernder Wald“. Dies ist ein unglücklicher
Vorgriff auf Lorien (mit dem es keine Ähnlichkeit hatte). Es war von
der Wetterspitze aus nicht zu sehen: Es lag 200 Meilen von dort und in einer
Schlucht verborgen. Ich sehe keinen bildhaften oder erzählerischen Vorteil
darin, die Geographie unnötig zusammenzuziehen.
Im Buch zieht Streicher nicht „blank“ mit dem Schwert. Natürlich
nicht, denn sein Schwert war zerbrochen. (Sei elbischer Schimmer ist wieder
ein falscher Vorgriff auf das neugeschmiedete Anduril. Vorgriffe sind einer
von Z.´s größten Fehlern.) Warum sollte er dann hier so etwas
tun, in einem Streit, der doch ausdrücklich nicht mit Waffen ausgefochten
wurde?
Über den Angriff auf der Wetterspitze:
Aragorn sang nicht das „Lied von Gil-galad“. Natürlich nicht,
es wäre ganz unpassend gewesen, denn es erzählte von der Niederlage
des Elbenkönigs gegen den Feind. Die Schwarzen Reiter schreien nicht,
sondern wahren ein viel schrecklicheres Schweigen. Aragorn erbleicht nicht.
Die Reiter kommen langsam im Dunkeln zu Fuß heran und geben keine „Sporen“.
Es kommt nicht zum Kampf. Sam „taucht“ seine Klinge nicht ins
Bein des Ringgeistes und rettet mit seinem Stoß auch nicht Frodo das
Leben. (Hätte er das getan, wäre das Ergebnis etwa dasselbe gewesen
wie in III, p. 117-20: Der Geist wäre zu Boden gegangen, und das Schwert
wäre vernichtet worden.)
Über den Aufbruch von Bruchtal:
Wieder wird die Zeit zusammengezogen und beschleunigt, mit der Folge, dass
die Bedeutung der Fahrt sich verringert. Gandalf sagt nicht, sie wollten aufbrechen,
sobald sie ihre Sachen gepackt hätten! Es vergehen zwei Monate. Es ist
gar nicht nötig, irgend etwas mit genauer Zeitangabe zu sagen. Dass Zeit
verstrichen ist, sollte deutlich gemacht werden, und sei es nur durch winterliche
Veränderung der Szenerie und der Bäume. Unten auf der Seite werden
wieder die Adler hereingezogen. Ich halte dies für einen völlig
unerträglichen Eingriff in die Geschichte. „Neun Wanderer“
und prompt müssen sie in die Luft hinauf! Der Eingriff bewirkt nichts
als Unglaubwürdigkeit und vernutzt das Hilfsmittel der Adler, die zuletzt
doch wirklich noch gebraucht werden. Es ist sehr wohl möglich, mit Bildern
relativ kurz eine lange und beschwerliche und heimliche Wanderung zu Fuß
anzudeuten, bei der die drei ominösen Berge immer näher rücken.
Die Jahreszeiten und die Szenerie scheinen Z. nicht sonderlich zu interessieren,
obwohl nach dem, was ich gesehen habe gerade dies den Hauptreiz des Films
ausmachen müsste. Oder meint Z. etwas, ein Film z. B. über die Besteigung
des Everest würde effektvoller, wenn er die Bergsteiger die Hälfte
des Aufstiegs mit Hubschraubern machen ließe (jeder Wahrscheinlichkeit
zum Trotz)? Es wäre viel besser, den Schneesturm und die Wölfe wegzulassen,
als aus den Beschwerlichkeiten der Reise eine Farce zu machen.
Über
die Orks:
Warum stattet Z. die Orks mit Schnäbeln und Federn aus? Die Orks werden
eindeutig als missratene Form der „humanen“ Gestalt bezeichnet,
wie man sie an Elben und Menschen sieht. Sie sind (oder waren) gedrungen,
breit, plattnasig, mit dunkler, gelblicher Haut, breiten Mündern und
Schlitzaugen: eigentlich verkommene und abstoßende Versionen der (für
Europäer) unschönen mongolischen Typen.
Über den Balrog:
Der Balrog redet nie und gibt überhaupt keinerlei Stimmlaute ab. Vor
allem lacht, oder grinst er nicht........Vielleicht glaubt Z. über Balrogs
besser Bescheid zu wissen als ich, aber er kann nicht erwarten, dass ich ihm
da zustimme.
Über Galadriel und Lorien:
„Ein herrlicher Anblick. Es ist die Heimat von Galadriel, einer Elbenkönigen
(Tatsächlich ist sie das nicht.)“Zierliche Türme und winzige
Minarette in Elbenfarben sind raffiniert in ein schön angelegtes Schloss
eingeflochten.“ Ich finde, dies ist in sich erbärmlich, stellenweise
unverschämt. Würde Z. bitte meinen Text ein wenig Beachtung schenken,
zumindest bei der Beschreibung, die für den allgemeinen Ton und Stil
des Buches offensichtlich entscheidend ist! Seine Behandlung Loriens werde
ich unter keinen Umständen hinnehmen, mag auch Z. persönlich niedlichen
kleinen Elfen und dem Tinnef konventioneller Märchen den Vorzug geben.
Das Galadriels Versuchung nicht mehr vorkommt, ist bezeichnend. So gut wie
alles, was eine moralische Bedeutung hat, ist aus der Synopsis verschwunden.
Über Lembas: (Ja,
auch hier kann man Fehler machen)
„Lembas“ Reisebrot, wird als ein Nährmittel-Konzentrat bezeichnet.
Wie schon gezeigt, habe ich eine starke Abneigung gegen jede Annäherung
meiner Erzählung an Stil und Gepräge der „contes des fées“
oder französischen Märchen. Ebenso widerstrebt mir jeder Zug zur
„Verwissenschaftlichung“, wofür dieser Ausdruck ein Beispiel
ist. Beide Genres sind meiner Geschichte fremd.
Wir sind nicht auf einer Mond-Expedition oder in irgendeiner anderen unwahrscheinlichen
Gegend. Keine Analyse im Laboratorium könnte an Lembas chemische Eigenschaften
nachweisen, die es vor anderem Weizenmehl-Gebäck voraus hätte.
Ich gehe auf diesen Ausdruck hier nur ein, weil er eine bestimmte Handlung
bezeugt. Er wurde gewiss nur beiläufig gebraucht; und von dieser Art
oder diesem Still wird (hoffentlich) nichts in den eigentlichen Dialog durchsickern.
Im Buch hat Lembas zwei Funktionen. Es ist ein Requisit oder Kunstgriff, um
die längen Märsche mit wenig Proviant glaubhaft zu machen, in einer
Welt, wo, wie schon gesagt, „Meilen sind Meilen“. Aber das ist
relativ unwichtig. Es hat noch eine weitere Bedeutung, vorsichtig ausgedrückt,
von „religiöser“ Art. Dies wird später deutlich, besonders
in dem Kapitel über dem Schicksalsberg. Ich kann nicht finden, dass Z.
mit Lembas irgend etwas Besonderes hat anfangen können, nicht einmal
als Requisit; und das ganze „Schicksalsberg-Kapitel“ ist in dem
entstellten Durcheinander, das Z. aus dem Schluß gemacht hat, verschwunden.
Soweit ich sehe, könnte Lembas ebenso gut ganz verschwinden.
Ich hoffe ernstlich, dass in der Verteilung der eigentlichen Reden die Charaktere so dargestellt werden, wie ich sie dargestellt habe: im Stil und in der Gesinnung: Ihre Pervertierung würde mich ärgern (und sie ärger mich, soweit sie in dieser Skizze erkennbar wird), sogar noch mehr als die Verzerrung von Handlung und Szenerie.
Über Baumbart:
Ich bedauere zutiefst, was aus dem „Baumbart“-Kapitel geworden
ist, ob es nun nötig ist oder nicht. Ich habe schon den Verdacht geäußert,
dass Z an Bäumen kein Interesse hat: schade, weil sie in der Gesichte
eine so große Rolle spielen. Aber was wir hier haben, ist gewiß
ein auf jeden Fall ganz unverständlicher flüchtiger Eindruck. Was
sind Ents?
Über Edoras:
Wir kommen nun in einen Wohnsitz von Menschen in einem „heroischen Zeitalter“.
Z. schein dies nicht zu würdigen. Hoffentlich tun es die Künstler.
Aber er und sie brauchen sich eigentlich nur an das Gesagte zu halten, ohne
es (am falschen Ort) nach ihrer Laune zu ändern.
In einer solchen Zeit spielen private „Zimmer“ keine Rolle. Theoden
hatte wahrscheinlich gar keines, allenfalls vielleicht eine „Schlafkammer“
in einem abgesonderten kleinen Außengebäude. Gäste oder Sendboten
empfing er sitzend in einem erhöhten Teil seiner Königshalle. Dies
geht aus dem Buch ganz deutlich hervor; und die Szene sollte sich viel wirkungsvoller
illustrieren lassen.
Warum gehen Gandalf und Theoden nicht vor die Türen ins
Freie, wie ich erzählt habe? Obwohl ich die Kultur der „heroischen“
Rohirim etwas angereichert habe, hatten sie doch noch keine Glasfenster, die
man aufreißen konnte!! Das hier könnte auch ein Hotel sein.
Selbst wenn der König eines solchen Volkes eine „Schlafkammer“
hatte, konnte diese nicht zu einem „Bienenkorb vol geschäftigter
Aktivität“ werden!! Die Geschäftigkeit spielt sich draußen
und in der Stadt ab. Was davon zu zeigen ist, sollte auf dem weiten Pflaster
vor dem großen Türen stattfinden.
Über die Verteidigung der Hornburg:
Leider finde ich die kurze Szene von der Verteidigung der Hornburg –
dies wäre ein bessere Titel, weil Helms Klamm, die Schlucht dahinter,
nicht gezeigt wird- nicht für ganz befriedigend. Ich vermute, so eingeklemmt
wäre dies eine ziemlich sinnlose Szene in einem Film. Ich wäre sogar
von mir aus geneigt, sie ganz zu streichen, wenn sie nicht kohärenter
und zu einem bedeutsameren Teil der Geschichte gemacht werden kann..... Wenn
die Ents und die Hornbug nicht beide ausführlich genug behandelt werden
können, dass es Sinn ergibt, dann muss eines von beiden verschwinden.
Das sollte die Hornburg sein, die für die Haupthandlung nebensächlich
ist; und das hätte den weiteren Vorteil, dass wir nun eine große
Schlacht hätten, aber Schlachten pflegen einander allzu ähnlich
zu sei: Der großen würde es zugute kommen, wenn sie keine Konkurrenz
hätte.
Über Hobbits und Sandwiches:
Warum in aller Welt muss Z. sagen, dass die Hobbits auf lächerlich langen
Sandwiches herumbissen? Und ob das lächerlich ist! Ich begreife nicht,
wie man erwarten kann, dass ein Auto sich über solche albernen Änderungen
„freut“. Der eine Hobbit schlief, der andere rauchte.
Über den Orthanc und Saruman:
Die Wendeltreppe, die sich um den Turm von Orthanc „flicht“, stammt
auf Z.´s Phantasie, nicht aus meiner Erzählung. Letztere ist mir
lieber. Der Turm war 500 Fuß hoch. Eine Flucht von 27 Stufen führte
zu der großen Tür; über der waren ein Fenster und ein Balkon.
Z. ist allzu verliebt in die Wörter Hypnose und hypnotisch. Weder echte
Hypnose noch deren szientifiktionale Varianten kommen in meiner Erzählung
vor. Sarumans Stime war nicht hypnotisch sondern überredend. Wer ihm
zuhörte lief nicht Gefahr, in Trance zu fallen, sondern sich in wachem
Zustand seinen Argumenten zu beugen. Es stand einem immer offen, aus Vernunft
und freiem Willen sowohl seine Stimme, während er sprach, als auch deren
nachwirkenden Eindruck abzulehnen. Saruman korrumpierte die Verstandeskräfte.
Über das Ende des Buches und Sarumans
Tod:
Z. hat das Ende des Buches weggelassen, mitsamt Sarumans richtigem Tod. In
diesem Falle sehe ich keinen guten Grund, warum er überhaupt sterben
müsste. Selbstmord hätte Saruman nie begangen: sich auch unter den
bittersten Umständen nach ans Leben zu klammern sieht einer Gestalt,
wie er sie geworden war, sehr viel ähnlicher. Wenn Z. mit Saruman aufräumen
möchte, dann sollte Gandalf etwas dazu sagen, wenn Saruman bei der Exkommunikation
zusammenbricht: „Weil du nicht hervorkommen und uns helfen willst, sollst
du hier im Orthanc bleiben, Saruman, bis du verfault bis. Mögen die Ents
dafür sorgen!“
Über den dritten Teil allgemein:
Teil III ist für mich als Ganzes und in den Einzelheiten vollkommen unannehmbar.
Wenn dies nur Notizen für etwas von der gleichen filmischen Länge
wie I und II sein sollen, dann muss es bei der Ausfüllung in Beziehung
zum Buch gebracht werden, und die groben Abweichungen davon zu korrigieren.
Wenn es nur eine Art kurzes Finale darstellen soll, dann ist alles, was ich
dazu sagen kann: So darf man den „Herrn der Ringe“ nicht entstellen.
Quellangabe: Die Recht für diesen Text liegen allein
bei Tolkien Enterprise
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