Lindon
Nach dem Krieg des Zornes und der Zerstörung von Angband versank Beleriand
bis auf einen kleinen Teil in das westliche Meer. Dieses Landstück, das
Teil von Ossiriand im Westen der Blauen Berge war, wurde Lindon genannt. Der
Name bedeutet das „Land des Liedes“, denn die Laiquendi Elben, welche
berühmt für ihren Gesang sind, machten dieses Waldstück von den
frühesten Zeiten an zu ihrem Heim.
Zur Zeit des Zweiten Zeitalters war Lindon ein schmales Küstenreich westlich
des kleinen Teils der Blauen Berge welcher in Eriador stand. Lindon und die
Blauen Berge waren beide jeweils in zwei Teile geteilt durch den Golf von Luhn.
Der Nördliche Part Lindons hieß Forlindon und hatte den Hafen Forlond,
der südliche Teil wurde Harlindon genannt und hatte den Hafen Harlond.
Als Stadt und Hafen am wichtigsten war allerdings Mithlond, die „Grauen
Anfurten“, welches am oberen Ende des Golfes lag.
Als einziger Überrest von Beleriand war Lindon besonders wichtig für
die Elben. Am Anfang des Zweiten Zeitalters kam Gil-Galad, der hohe König
der Noldor, und regierte in Lindon. Círdan, der Lord der Falathrim wurde
Herr der Grauen Anfurten.
Nach der Zerstörung der Elbenschmieden im Jahre 1697 des Zweiten Zeitalters
und des Ausbruchs des Krieges zwischen Sauron und den Elben, sendeten die Númenórer
eine Flotte nach Lindon und halfen Gil-Galad, Sauron von Eriador zu vertreiben.
Zum Ende des Zweiten Zeitalters musste Gil-Galad aus Lindon fortziehen, denn
er schloss sich der letzten Allianz von Elben und Menschen an, welche gegen
Sauron nach Mordor zog.
Die Truppen von Mordor wurden besiegt, doch Gil-Galad war einer der vielen,
die in der Schlacht fielen. Lindon hatte somit keinen König mehr und wurde
von Lord Círdan verwaltet.
Während des Dritten Zweitalters verringerte sich das Volk der Elben von
Lindon, viele nahmen die magischen weißen Schiffe und segelten nach Eldamar,
in die Unsterblichen Lande. Trotzdem sendete Círdan noch was er an Kraft
entbehren konnte als Unterstützung der Dúnedain, und in der Schlacht
um Fornost waren es die Elben von Lindon, welche das Blatt wendeten und letztendlich
die Macht des Hexenkönigs von Angmar brachen.
Nachdem Lindon den Ringkrieg überstanden hatte, zogen nach und nach, wie
es auch in den anderen Königreichen der Eldar in Mittelerde geschah, die
Elben zu den Grauen Anfurten und verließen Mittelerde. Am Ende sammelte
Círdan die letzten seines Volkes auf dem letzten Schiff und segelte mit
ihnen westwärts in die Unsterblichen Lande.
Lórellin
In Valinor, dem Land der Götter, ist der Garten von Lórien, des Vala welcher Herr der Träume ist. In diesem großen Garten liegt der See namens Lórellin. Umgeben von diesem wundervollen Garten, und mit der vernebelten, bewaldeten Insel von Este, seiner Gattin, inmitten des schimmernden Wassers, gilt Lórellin als schönste See von Arda.
Lórien
Während des Zweiten und Dritten Zeitalters der Sonne wurde das Elbenreich
im Goldenen Wald östlich des Nebelgebirges oft Lórien genannt, sein
wahrer Name aber ist Lothlórien, und seine Geschichte ist auch unter
diesem Namen bekannt. Das wahre Lórien war eine weitaus ältere Gegend
in den Unsterblichen Landen. Lórien, was „Land der Träume“
bedeutet, war ein riesiger Garten von außergewöhnlicher Schönheit
im Süden Valinors. Es war der Garten des Vala Irmo, der selbst oft Lórien
genannt wurde, der Herr der Träume. Es war ein sanfter, friedlicher Ort,
gefüllt mit silbernen Bäumen und einer Vielzahl von Blumen. Das Wasser
der kristallenen Fontänen erfrischte auf magische Weise alle Valar und
Eldar, die diesen Ort besuchten.
Inmitten dieser Schönheit des Gartens fand man das schimmernde Wasser des
Sees Lórellin und in der Mitte dieses Sees lag die Insel mit großen
Bäumen und sanftem Nebel, das Zuhause von Este, der Vala die denjenigen
Ruhe garantiert die zu leiden hatten.
Lothlórien
Das schönste Elbenkönigreich, welches im Dritten Zeitalter der Sonne
in Mittelerde verblieb, fand man im Goldenen Wald östlich des Nebelgebirges,
vor den Toren von Moria. Es war Lothlórien genannt, das „Land der
blühenden Träume“, andere Namen waren Lórien „
Land der Träume“, oder Laurelindórinan, „Land des Tals
von singendem Gold“.
In diesem Waldreich wuchsen die Mallornbäume mit ihren goldenen Blättern
und silbernen Rinden. Sie waren die größten und schönsten Bäume
von Mittelerde und hoch oben in ihrem Geäst bauten die Elben von Lothlórien,
welche Galadhrim „Baumvolk“ genannt wurden, ihre Heime auf Plattformen,
Telain oder Flets genannt.
Für die meisten waren die Galadhrim unsichtbar, denn sie bewegten sich
hoch in den Bäumen vorwärts und trugen Umhänge der Grauelben,
welche Chamäleon-ähnliche Fähigkeiten besaßen.
In Lothlórien regierten die Königin der Noldor, Galadriel, und der
König der Sindar, Celeborn. In einigen Teilen des Reiches kann man noch
die Brillanz der Eldarkönigreiche der alten Zeiten durchschimmern sehen.
Lothlórien hat einen großen Stadtplast namens Caras Galadhon, die
„ Stadt der Bäume“. Es war eine königliche Halle, errichtet
auf dem Gipfel eines Hügels, wo die größten Bäume des Waldes
standen. Dieser Hügel hatte viele Mauern und Tore und war noch einmal umgeben
mit riesigen Bäumen. Nach dem Grauelben Königreich Doriath in Beleriand
geformt, bestand auch Lothlóriens Schutz ähnlich hauptsächlich
aus einem mächtigen Zauber.
Galadriel war die hochrangigste der Eldar von Mittelerde und mit der Macht von
Nenya, des Ringes von Adamant und Wasser, zog sie einen Schutzbann um Lothlórien,
sodass es Feinden nicht möglich war einzutreten und es sogar für das
Auge Saurons unsichtbar blieb.
Für die meiste Zeit des Dritten Zeitalters blieb Lothlórien abseits
von den Problemen der Völker in Mittelerde, doch während der letzten
Jahre dieses Zeitalters betrat die Gemeinschaft des Ringes das Reich. Vor den
Dienern Saurons fliehend, fanden sie dort Schutz und Ruhe, und Königin
Galadriel überreichte ihnen magische Geschenke, welche ihre Kraft und ihren
Willen erneuerte.
Während des Ringkrieges wurde Lothlórien dreimal von Dienern Saurons
aus Dol Guldur attackiert. Diese Kräfte wurden vernichtet und nach dem
Fall von Mordor zerstörten Die Elben Lothlóriens Dol Guldur und
der Düsterwald bekam seinen alten Namen wieder : Der große Grünwald.
Nachdem Galadriel am Anfang des Vierten Zeitalters Mittelerde verließ
und in den Westen zog, und Celeborn einen großen Teil seiner Galadhrim
zusammensammelte und in den Grünwald zog um dort Ost Lórien zu gründen,
wurde der Goldene Wald Lothlóriens immer verlassener und das magische
Licht dieses Ortes verblasste.